Nienburg 13.06.2019 Von Die Harke

Geschichte des Holocaust weitertragen

Stadt ernennt 48 Jugendliche zu „Botschaftern der Erinnerung“

48 Mädchen und Jungen aus fünf Schulen des Kreises sollen heute um 18.30 Uhr im Vestibül des Rathauses von der Stadt Nienburg zu „Botschaftern der Einnerung“ ernannt werden. Sie hatten an der Gedenkstättenfahrt des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises vom 13. bis 19. Mai teilgenommen. „Dabei beschäftigten sie sich mit der Geschichte der Judenverfolgung und des Holocaust und setzten sich mit Rassismus und Antisemitismus heute auseinander“, teilt die Stadt mit: „Am 14. Juni 1940 waren die ersten Deportationszüge mit Häftlingen im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz eingetroffen.“ Deshalb finde die Auszeichnung an diesem besonderen Datum statt.

Bei der Veranstaltung werden die Teilnehmer mit eigenen Texten und Fotos ihre Erlebnisse in Auschwitz schildern. In einem Workshop wurden dort gemeinsam mit polnischen Jugendlichen persönliche Eindrücke zu Kunstwerken verarbeitet, die im Vestibül ausgestellt sein werden. Auch über die Begegnung mit einem Zeitzeugen, der die Inhaftierung im KZ überlebt und im polnischen Widerstand gekämpft hat, wird berichtet.

Die Stadt hofft nach eigenen Worten, dass die Jugendlichen dazu beitragen, die Erinnerung an den Nationalsozialismus wachzuhalten und die Demokratie gegen eine Wiederholung der damaligen Verbrechen zu wappnen. Musikalisch begleitet wird die Feierstunde von dem Duo Cora Bromund (Gesang, Gitarre) und Edgar Lieser (Cajón, Percussion) aus Bad Nenndorf mit traditionellen Klezmerstücken und eigenen Kompositionen.

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Erstellt:
13. Juni 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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