Die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Museum Nienburg

Die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Museum Nienburg

Nienburg 27.03.2017 Von Die Harke

Geschichte fassbar machen

„Heimatstücke“: öffentliche Abschlusspräsentation am 30. März im Museum Nienburg

Das [DATENBANK=1633]Museum Nienburg[/DATENBANK] hat mit seinem Projekt „Heimatstücke – Der Heimat auf der Spur“ den VGH-Förderpreis für Museumspädagogik gewonnen. Das Projekt richtet sich vor allem an geflüchtete junge Menschen und fragt nach dem Begriff der „Heimat“. „Was bedeutet Heimat für mich?“ und „Was braucht der neue Ort, um zur Heimat zu werden?“ sind Leitfragen des Projektes. Das Museum Nienburg lädt alle Interessierten zur öffentlichen Präsentation der Filme ein. Die Abschlussveranstaltung findet am 30. März um 18 Uhr im [DATENBANK=777]Quaet-Faslem-Haus[/DATENBANK], Leinstraße 4 statt. Der Eintritt ist frei und das Museum lädt zu einem Imbiss ein.

In kleinen Arbeitsgruppen und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Pädagoginnen des Museums und Sprachmittlern ist eine Arbeitsatmosphäre entstanden, die produktiv war, aber auch Spaß gemacht hat. In mehreren Treffen haben die Teilnehmer des Projekts die Mittelweserregion und die Stadt Nienburg kennengelernt – dabei herausgekommen sind Kurzfilme, in denen sie sich selbst, ihre Geschichte, ihre Wünsche und Ziele vorstellen. Besonders wichtig waren während des Projektes Interviews mit Zeitzeugen der großen Flucht nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Jugendlichen haben in den Gesprächen gelernt, dass auch viele Deutsche eine Geschichte von Flucht und Vertreibung erzählen können.

Das Ziel des Projektes ist die öffentliche Präsentation der Kurzfilme – die Jugendlichen treten mit ihrer Geschichte so aus dem Hintergrund und sie wird konkret fassbar. Die Museumsleiterin [DATENBANK=354]Dr. Kristina Nowak-Klimscha[/DATENBANK] bedankt sich bei allen Projektbeteiligten – schließlich erforderte es von den Jugendlichen Mut und überhaupt die Lust, bei dem Projekt mitzumachen. Auch die Seniorinnen und Senioren seien unverzichtbarer Bestandteil der Veranstaltungen gewesen, die sich mit großer Offenheit den Jugendlichen gewidmet hätten, meinte die Museumsleiterin. „Ein großer Dank geht außerdem an die VGH-Stiftung, die das Projekt ausgezeichnet hat. Ohne diese finanzielle Unterstützung hätten wir das Projekt nicht durchführen können“, sagte die Museumsleiterin.

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Erstellt:
27. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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