Die Teilnehmer des internationalen Jugendlagers erlebten einen interessanten Austausch in Witebsk (Weißrussland). H. Voepel

Die Teilnehmer des internationalen Jugendlagers erlebten einen interessanten Austausch in Witebsk (Weißrussland). H. Voepel

Nienburg 04.10.2018 Von Die Harke

Geschichte und Kunst in Witebsk erlebt

Internationales Jugendlager in Belarus voller Inspirationen

Der Verein „Nienburg Freundschaften weltweit“ (NFWW) und das internationale Jugendreise-Büro „Sputnik“ Witebsk (Belarus) haben auch in diesem Jahr wieder ein internationales Jugendlager mit Schülern aus beiden Partnerstädten erfolgreich veranstaltet. Eine Gruppe junger Menschen aus Nienburg reiste erneut mit den Begleitern Susanne Meyerhoff, Bernd Koch und Hermann Voepel nach Witebsk. Dort erlebten sie mit jungen Weißrussen eine gemeinsame Woche „voller neuer Erfahrungen und Inspirationen“, teilt die Stadtverwaltung Nienburg mit. Bereits in der Vorplanung entschieden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entweder für die Gruppe „Geschichte“ oder „Kunst“.

Nach der Ankunft in Minsk wurde zunächst die Landeshauptstadt per Bus erkundet, bevor ein Besuch des Staatlichen Museums des Großen Vaterländischen Krieges den Tag abrundete. Auf dem Weg nach Witebsk hatten die Gastgeber einen weiteren historischen Stopp eingeplant. Die eindrucksvolle nationale Gedenkstätte der „verbrannten“ Dörfer Chatyn berührte die Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen und regte zum Nachdenken an.

Am Folgetag trafen sich die Nienburger und Witebsker erstmals zu einer Stadtbesichtigung der belarussischen Partnerstadt. Außerdem wurde bei schönstem Wetter das Museumsdorf Saranow besucht, wo die Kunstinteressierten mit Naturmaterialien und die Geschichtsinteressierten mit Ausgrabungen kreativ waren. Sie wurden von den Einheimischen mit kulinarischen Leckereien verwöhnt – eine warmherzige Geste, die in den Herzen aller bleiben wird.

Am nächsten Tag folgten für die Gruppe weitere Exkursionen. Zunächst ging es zum Sommerhaus des bekannten russischen Malers lja Repin nach Zdrawnjowo. Auch an diesem besonderen Platz konnte die Gruppe im Garten der Kunst und der Geschichte frönen. Anschließend stand der Besuch der ältesten belarussischen Stadt Polozk mit Stadtführung, Besuch der Universität und der dortigen Malschule auf dem Programm. Auch der Besuch des Elternhauses von Marc Chagall in Witebsk fehlte nicht. Der kleine Garten bot eine weitere unvergessliche Kulisse für künstlerische Aufgaben. Die Besichtigung der neuen Synagoge und der Ghetto-Gedenkstätte Tulowo bildeten den Abschluss einer informativen und interessanten Woche.

Bevor die Heimreise angetreten wurde, präsentierten die Teilnehmer ihre Arbeitsergebnisse während einer harmonischen Feier im Garten des Chagall-Elternhauses. „Es war beeindruckend, dass trotz der großen Sprachbarrieren innige Freundschaften geschlossen wurden, die zu einem tränenreichen Abschied führten. Das gemeinsame Fazit lautet: Die verantwortlichen Witebsker Kuratoren Ludmila Chmelnizkaja und Sergej Galuso organisierten eine interessante, wundervolle Woche, die es zu wiederholen lohnt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Jugendliche, die an einer Jugendbegegnung im Jahr 2019 interessiert sind, können sich bereits jetzt beim Verein „Nienburg Freundschaften weltweit“ NFWW, Ilona Goldt, Telefon (05021) 87201, E-Mail an i.goldt@nienburg.de melden. Sofern Aktivitäten für das Jahr 2019 geplant werden, können Anträge auf Zuschüsse beim Verein NFWW gestellt werden.

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Erstellt:
4. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 20sec

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