Nikias Schmidetzki DH

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Kolumnen 04.05.2017 Von Nikias Schmidetzki

Gesucht: Fahrer mit „Bock drauf“

So lange Wurst und Käse, Bier und Wein, Hosen und Schuhe und was noch alles nicht auf Bäumen an der nächsten Ecke wachsen, wird es Menschen geben müssen, die für einen entsprechenden Transport sorgen. Auf der Schiene, auf dem Wasser und vor allem auf der Straße. Der Ruf der Fahrer ist allerdings seit Jahren kein guter mehr. „Der Lkw-Fahrer ist heute der Depp der Autobahn“, klagt [DATENBANK=4038]Christian Göllner[/DATENBANK]. Er ist Chef einer Spedition und weiß von den Sorgen seiner Mitarbeiter. Ohne Lasterfahrer funktioniert der Warenverkehr nunmal nicht. Dennoch ist ein schlechter Ruf den Bewerbungszahlen nicht zuträglich. 54979. Es sind nicht nur die Fahrer, die Betriebe vielerorts händeringend suchen. Aber sie stehen an erster Stelle. Dabei sind Firmen durchaus bereit zu investieren. Neben Zeit für die Ausbildung kostet vor allem der Führerschein, den Bewerber in aller Regel nicht mitbringen, mehrere Tausend Euro. Wenn dann ein Auszubildender mit dem „Lappen“ in der Tasche vor dem Ende der Ausbildung abhaut, schmerzt das doppelt. Das Geld ist weg und mit ihm die Nachwuchskraft. Auch deswegen wollen Unternehmen zeigen, dass sie Platz haben für potenzielle Fahrer, die richtig „Bock drauf“ haben, wie es Clemens Grote formuliert. Stimmen müssen dann allerdings noch Bezahlung und Arbeitsklima, damit sie auch bleiben. Und das liegt wiederum in der Hand der Betriebe.

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Erstellt:
4. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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