martin brosy / unsplash

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26.02.2019 Von Alan Smithee

Gesundheit: In diesen Situationen ist der Arztbesuch unumgänglich

Nicht immer können wir uns selbst dazu aufraffen, eine Behandlung in der Arztpraxis über uns ergehen zu lasen. Dabei konnte die Wissenschaft nachweisen, dass bereits der Besuch selbst einen positiven Einfluss auf die Genesung haben kann. Nicht zu leugnen ist dieser, sofern die richtige Diagnose gestellt und das passende Medikament verschrieben werden kann. Doch wann ist es ganz und gar unabdingbar, sich an den Mediziner zu wenden? Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Punkte.

Der einfache Infekt

Eine typische Situation, in der sich die Gemüter über die Notwendigkeit des Arztbesuchs streiten, ist der einfache Infekt. Besonders in der kalten Jahreszeit erwischt es uns immer wieder, denn der Kontakt mit den Erregern ist schwer zu vermeiden. Bereits die Fahrt mit der Bahn, bei der ein Haltegriff angefasst werden muss, wird zu einem kaum zu kalkulierenden Risiko. Ähnlich steht es um den direkten Kontakt mit Menschen. Das Einatmen der Erreger reicht bereits aus, um wenige Tage später selbst im Bett zu liegen.

Wer sich mit triefender Nase nicht auch noch in die Praxis schleppen und lange auf einen Termin warten möchte, kann in dieser Situation beruhigt sein. Sofern die eigene Zuordnung zu keiner Risikogruppe führt, kann der Besuch beim Arzt leicht umgangen werden. Nur Menschen mit Vorerkrankung und Senioren sollten sich in jedem Fall an den Mediziner wenden. Zu empfehlen ist dies allen Patienten, sofern die Erkältung nicht nach wenigen Tagen abklingt und mit Fieber und Gliederschmerzen verbunden ist. Hier ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine Grippe handelt, die in Ruhe auskuriert werden muss, um weitere Schäden gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Hilfe bei Geschlechtskrankheiten

Ein anderes breites Feld, auf dem die Hilfe der Mediziner immer wieder gefragt ist, sind die Geschlechtskrankheiten. Hier ist es sehr häufig die Scham der Betroffenen, die es ihnen schwer macht, sich an den Mediziner zu wenden. Dabei wäre es in den meisten Fällen möglich, innerhalb weniger Tage oder Wochen eine Behandlung erfolgreich abzuschließen. Geschieht dies nicht, so steigt sogleich das Risiko, andere Personen mit den Erregern in Kontakt zu bringen und damit die weitere Verbreitung der Krankheit ungewollt zu unterstützen. Hier fehlt es nach wie vor an Aufklärung und Bewusstsein, welches notwendig wäre, damit noch mehr Infizierte den Weg zum Arzt direkt auf sich nehmen, sobald sie erste Symptome feststellen.

Auch die krankhafte Verkrümmung des Penis, auch Peyronie genannt, findet in der gesellschaftlichen Diskussion in aller Regel keinen Platz. Dabei ist in Deutschland im Laufe seines Lebens rund jeder 20. Mann davon betroffen. In den vergangenen Jahren stand allein die operative Entfernung der ursächlichen Plaques als Behandlungsschritt zur Verfügung. Inzwischen gibt es mit der mechanischen Behandlung durch den PeniMaster eine weitere Alternative. In einer klinischen Studie gelang es dem Extender, bei den Probanden innerhalb von drei Monaten eine signifikante Besserung zu erzielen. Im Schnitt reduzierte sich die Krümmung bei ihnen um 31 Grad. Weiterhin konnte als Nebeneffekt eine Verlängerung des Penis erreicht werden.

Wichtig wird diese weitere Methode der Behandlung vor allem aufgrund der starken Einschränkungen sein, die im Alltag mit der Peyronie verbunden sind. Dies liegt zum einen an den großen Schmerzen, welche die Betroffenen immer wieder verspüren. Besonders bei einer Erektion ist die krankhafte Krümmung damit ein großes Hindernis. Verschlechtert sich die Situation, so kann ein normaler Geschlechtsverkehr praktisch unmöglich werden. Dies reicht so weit, dass ganze Beziehungen unter dem Druck der Erkrankung zerbrechen.

Landärzte sollen erhalten bleiben

Es ist nicht nur die Möglichkeit, in der eigenen Nähe eine Arztpraxis zu finden, die für die erfolgreiche Behandlung dieser Probleme entscheidend ist. Weiterhin wird es in den nächsten Jahren darauf ankommen, zu einem offenen Umgang mit den Themen zu finden. Es liegt auf der Hand, dass nicht tabuisierte Erkrankungen in Deutschland sehr viel schneller behandelt werden können und es damit nicht zu einer negativen Ausbreitung kommt. Die Hemmschwelle, sich mit dem Problem an einen Arzt zu wenden, scheint für die Betroffenen sehr viel geringer zu sein. So ist eine frühe Diagnose möglich, die eine Behandlung im frühen Stadium mit sich bringt. An und für sich liegt darin die Chance, die Wahrscheinlichkeit der erfolgreichen Behandlung deutlich zu vergrößern und damit den Patienten einen wichtigen Mehrwert zu bieten.

Auf der anderen Seite wird es entscheidend sein, dass auch die notwendigen Arztpraxen weiterhin zur Verfügung stehen. Gerade auf dem Land kam es in den letzten Jahren zu einer klaren Reduktion der Hausärzte. Viele Menschen müssen eine lange Fahrt mit dem Auto auf sich nehmen, um einen Termin in der Sprechstunde erhalten zu können. Doch nicht nur die Allgemeinmediziner rücken in den Fokus der aktuellen Lage. Auf der anderen Seite stehen die verschiedenen Spezialisten, welche einen ganz entscheidenden Beitrag zum sicheren Umgang mit den Erkrankungen leisten. Einerseits betrifft dies Urologen und Gynäkologen, die nur noch in kleiner Zahl auf dem Land zu finden sind. Die immer wichtiger werdenden psychotherapeutischen Ansätze, die in der Medizin derzeit genau beleuchtet werden, kommen ebenfalls häufig zu kurz.

So wird die Politik auch für die nächsten Jahre Gelder in die Hand nehmen müssen, um sich dem Problem zu widmen und eine zufriedenstellende Lage für die Bevölkerung zu erreichen. Der aktuelle Blick auf die Lage der Dinge zeigt, dass ein solches Stadium bis dato noch nicht erreicht werden konnte und weitere Schritte in jedem Fall folgen müssen. Bereits jetzt werden diese in Fachkreisen mit großer Spannung erwartet.

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Erstellt:
26. Februar 2019, 11:02 Uhr
Lesedauer:
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