Das NRW-Juniorballett nutzt die Bühne als Schnittpunkt zwischen Thrill und Poesie. So trifft am 16. Januar modernes Tanztheater auf 
eine bekannte Story und zieht damit die Zuschauer in seinen Bann.  Bettina Stöss

Das NRW-Juniorballett nutzt die Bühne als Schnittpunkt zwischen Thrill und Poesie. So trifft am 16. Januar modernes Tanztheater auf eine bekannte Story und zieht damit die Zuschauer in seinen Bann. Bettina Stöss

Nienburg 20.12.2018 Von Die Harke

Getanzter „Mord im Orient-Express“

NRW-Juniorballett führt Krimi nach Motiven von Agatha Christie auf: am 16. Januar 2019

Das NRW-Juniorballett vereint außergewöhnlich talentierte Nachwuchstänzerinnen und -tänzer. Unter der künstlerischen Leitung von Demis Volpi führen sie am Mittwoch, 16. Januar 2019, um 20 Uhr im Nienburger Theater auf dem Hornwerk das Tanztheater „Mord im Orientexpress“ nach Motiven von Agatha Christie auf. Die Story ist so simpel wie verwickelt: Im Orient-Express wird ein Fahrgast namens Ratcliff aufgefunden, durch zwölf Messerstiche getötet. Im Zug befindet sich der belgische Detektiv Hercule Poirot. Er nimmt sich des Falles an und befragt die Mitreisenden. Nach und nach findet er heraus, dass zwölf von ihnen in Verbindung zu einer reichen Familie stehen, deren Tochter Daisy vor vielen Jahren entführt und ermordet wurde. Der Täter wurde nie gefunden. Und genau jene zwölf Personen sind es, die den „Mord im Orient-Express“ begangen haben. Ratcliff war der Entführer der kleinen Daisy, seine Hinrichtung ein Akt kollektiver Rache für ein Verbrechen, das sonst ungesühnt geblieben wäre.

Das NRW-Juniorballett befasst sich mit der von Agatha Christie entworfenen Wechselwirkung zwischen Schuld und Sühne. In vier Szenen und aus vier Perspektiven wird der Moment des Verbrechens in diesem Handlungsballett beleuchtet. So erleben die Zuschauer den Blickwinkel des Opfers, des Detektivs, der Zeugen und der Mörder.

Ein Kaleidoskop existenzieller Momentaufnahmen entsteht: Der „Orient-Express“ wird zum „Zug des Lebens“.

Das Ballett, eine kreative Zusammenarbeit von vier Choreographen aus Argentinien (Demis Volpi), Deutschland (Xenia Wiest), Großbritannien (Craig Davidson) und Spanien (Juanjo Arques), reflektiert archetypische Situationen aus der literarischen Vorlage. Das NRW-Juniorballett versteht sich als Forum zur Förderung außergewöhnlich talentierter Nachwuchstänzerinnen und -tänzer. Der künstlerische Leiter gab dem „Mord im Orient-Express“ seine choreografische Sprache, den unbestechlichen Instinkt für die Bühne als Schnittpunkt zwischen Thrill und Poesie und nicht zuletzt seine Vision einer Tanzkunst der Zukunft.

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Erstellt:
20. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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