Dr. Olaf Bornemeier hat die Zahlen bei der Bilanzpressekonferenz der Mühlenkreiskliniken vorgestellt.  Mühlenkreiskliniken

Dr. Olaf Bornemeier hat die Zahlen bei der Bilanzpressekonferenz der Mühlenkreiskliniken vorgestellt. Mühlenkreiskliniken

Minden 06.09.2019 Von Die Harke

Gewinn von 3,1 Millionen Euro und 620 neue Mitarbeiter

Mühlenkreiskliniken legen bei Bilanzpressekonferenz erfreuliche Zahlen vor / Zwölftgrößter kommunaler Klinikkonzern in Deutschland

Die Mühlenkreiskliniken haben auf ihrer jährlichen Bilanzpressekonferenz zum achten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis vermelden können. Für das Geschäftsjahr 2018 verkündete der Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier einen Gewinn nach Steuern und Abschreibungen von 3,1 Millionen Euro. „Die Mühlenkreiskliniken sind Deutschlands zwölftgrößter kommunaler Klinikkonzern und erwirtschaften seit acht Jahren positive Jahresergebnisse“, sagte Bornemeier. Die Mühlenkreiskliniken haben eigenen Angaben zufolge seit 2015 insgesamt 620 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt. Zum 31. Mai dieses Jahres hatte der Klinikkonzern 4986 Mitarbeiter beschäftigt – so viele wie nie zuvor. „Diese Zahlen zeigen, dass wir als Arbeitgeber sehr attraktiv sind und unser Weg der stetigen Entwicklung richtig ist“, sagte Bornemeier. Mehr als die Hälfte des zusätzlichen Personals sei im Pflegedienst und den pflegedienstnahen Bereichen eingestellt worden.

Mit 2,1 Prozent besonders niedrig sei die Quote der Mitarbeiter, die die Kliniken auf eigenen Wunsch verlassen haben. Gleichwohl werde weiteres Personal gesucht. Dieses sei aber derzeit schwer zu finden. „Auch wir können nicht jede Stelle sofort adäquat besetzen. Insbesondere in pflegerischen Fachdisziplinen wie der Intensivpflege und der Kinderintensivpflege gibt es freie Stellen“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Die Zahl der stationären Patienten sei im Vorjahr auf 72.377 gesunken (2017: 73.623). Die Zahl der ambulant behandelten Patienten stieg dagegen auf 154.642 (2017: 145.397). Der Umsatz (konsolidiert) sei von 368 Millionen Euro (2017) auf 382 Millionen Euro im Jahr 2018 gestiegen. Der gestiegene Umsatz bei gleichzeitig weniger stationären Patienten sei eine Folge des durchschnittlich etwas höheren Schweregrads der behandelten Erkrankungen. „Als Universitätsklinikum zieht das Johannes-Wesling-Klinikum auch Patienten an, die in anderen Häusern in der Region nicht mehr behandelt werden können“, so Bornemeier.

Deutliche Kostensteigerungen seien beim Personal zu verzeichnen. Die Mühlenkreiskliniken haben eigenen Angaben zufolge im vergangenen Wirtschaftsjahr 235 Millionen Euro an Löhnen und Gehältern bezahlt. Das seien zehn Millionen Euro mehr als im Jahr davor und 21,8 Millionen Euro mehr als 2016. Die Verschuldung – größtenteils aus dem Klinikneubau in Minden – habe zum 31. Dezember 2018 insgesamt 160,7 Millionen Euro betragen. Im Jahr davor lag die Verschuldung bei 164,6 Millionen Euro.

Die Investitionen lagen 2018 bei acht Millionen Euro und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie 2017. Davon seien zwei Millionen Euro aus Eigenmitteln bestritten worden. Größte Investitionen seien der Umbau einer leerstehenden Station am Krankenhaus Bad Oeynhausen für den Betrieb einer Psychiatrischen Tagesklinik durch das Medizinische Zentrum für Seelische Gesundheit (1,1 Millionen Euro), IT-Ausstattung (1,3 Millionen Euro) und die Umsetzung des Ultraschallkonzeptes (700.000 Euro) gewesen.

Zum Artikel

Erstellt:
6. September 2019, 14:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.