Das Foto zeigt (von links) Referent Dirk Ehlers, den Landtagsabgeordneten Dr. Frank Schmädeke, den Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig, Ratsmitglied Christian Thiermann, den Mitgliederbeauftragten Bastian Kleinewegen und Stefan Meyer vom Landvolk. CDU-Kreisverband Diepholz

Das Foto zeigt (von links) Referent Dirk Ehlers, den Landtagsabgeordneten Dr. Frank Schmädeke, den Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig, Ratsmitglied Christian Thiermann, den Mitgliederbeauftragten Bastian Kleinewegen und Stefan Meyer vom Landvolk. CDU-Kreisverband Diepholz

Kirchdorf 04.09.2019 Von Die Harke

Giftpflanze macht Landwirten zu schaffen

CDU-Kreisverbände Diepholz und Nienburg mit „Bürgerdialog“ zum Thema Jakobskreuzkraut

Auf großes Interesse stieß der „Bürgerdialog“ der CDU-Kreisverbände Diepholz und Nienburg zum Thema Jakobskreuzkraut. Mehr als 50 Bürger kamen ins Hotel Baumanns Hof in Kirchdorf, um sich über die stark ausbreitende Giftpflanze zu informieren und Erfahrungen auszutauschen. Die Kreisvorsitzenden, Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig für Diepholz und Landtagsabgeordneter Dr. Frank Schmädeke für Nienburg, begrüßten Dirk Ehlers von der Nienburger Bezirksstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als Referenten. Ehlers stellte biologische Charakteristika der Pflanze sowie ählicher Kräuter vor. Wie er bezüglich der giftigen Wirkung ausführte, stellt das Jakobskreuzkraut vor allem für Nutztiere wie Pferde und Rinder eine Gefahr dar. Eine Anreicherung in der Leber könne die Tiere schwer krank machen und sogar ihren Tod verursachen. Wichtig seien weitere wissenschaftliche Studien zu den Auswirkungen des Krauts, da auch zum Beispiel beim Honig noch nicht geklärt sei, inwiefern enthaltene Pflanzengiftstoffe abgebaut würden.

Landwirte berichteten von ihren Erfahrungen mit der Pflanze. So zeige das Bekämpfen mit chemischen Mitteln wenig Erfolg, das Entfernen der Kräuter samt Wurzeln per Hand sei sehr aufwendig. Unbewirtschaftete Flächen seien stärker von der Ausbreitung des Jakobkreuzkrauts betroffen als bewirtschaftete, die regelmäßig gedüngt werden. Ein Vertreter der Abfallwirtschaftsgesellschaft Bassum wies darauf hin, dass die Pflanze in der grauen Tonne zu entsorgen sei, um die Verbreitung einzudämmen. Es wurde darauf verwiesen, dass in Schleswig-Holstein neue Versuchsprojekte mit natürlichen Feinden wie Raupen laufen.

„Jede Kommune sollte einen Aktionsplan erstellen“, hielt Knoerig fest. „Gefragt ist eine enge Abstimmung und Kooperation mit den Landwirten sowie der Straßenverwaltung. Letztere sollte mehrmals jährlich die Wegesränder mulchen, vor allem während der Blütezeit.“ Zum Zwecke zusätzlicher Wissenschaftsstudien will sich Knoerig ans Bundesforschungsministerium wenden.

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Erstellt:
4. September 2019, 05:08 Uhr
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ca. 1min 51sec

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