Die Mitwirkenden der Klausursitzung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten (von links): Heike Siegel (Samtgemeinde Mittelweser), Charlene Lammers (Samtgemeinde Steimbke), Stephanie Schuberth (Samtgemeinde Heemsen), Jennifer Hinzer (Stadt Nienburg) und Petra Bauer (Landkreis Nienburg). Foto: Bauer

Die Mitwirkenden der Klausursitzung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten (von links): Heike Siegel (Samtgemeinde Mittelweser), Charlene Lammers (Samtgemeinde Steimbke), Stephanie Schuberth (Samtgemeinde Heemsen), Jennifer Hinzer (Stadt Nienburg) und Petra Bauer (Landkreis Nienburg). Foto: Bauer

Landkreis 17.07.2021 Von Die Harke

Gleichstellungsbeauftragte freuen sich auf neue Veranstaltungen

Arbeitsgemeinschaft blickt positiv in die Zukunft / Viele personelle Veränderungen

„Wir freuen uns darauf, wieder Veranstaltungen mit und für Frauen anbieten zu können und gehen mit Zuversicht in die nächste Zeit“, sagte Petra Bauer, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Nienburg zum Abschluss der Halbtagsklausur der Arbeitsgemeinschaft (AG) der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Nienburg.

Nachdem die haupt-, neben- und ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten aus den Städten und Kommunen im Landkreis vor knapp einem Jahr zuletzt getagt hatten, haben sie sich Anfang Juli in der Alten Schule in Rohrsen erstmalig wieder persönlich getroffen.

„In der Zwischenzeit hat es einige personelle Veränderungen in der Arbeitsgemeinschaft gegeben“, teilt Bauer mit. „Besonders getroffen hat uns der Tod unserer Kollegin Anke Lampe aus Rehburg-Loccum zu Beginn des Jahres.“

Auch in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya gab es eine Veränderung. Die als Gleichstellungsbeauftragte im Nebenamt beschäftigte Kollegin Ursula Priggen-de Riese hat diesen Aufgabenbereich abgegeben und die bisherige Kollegin der Stadt Nienburg, Sarah Peters, hat die Stelle ebenfalls verlassen. Umso mehr freuten sich die anwesen-den Kolleginnen aus den Kommunen Heemsen, Steimbke, Mittelweser sowie dem Landkreis, die Nachfolgerin auf der Stelle der Stadt Nienburg, Jennifer Hinzer, begrüßen zu können, die erst wenige Tage vorher ihren Dienst begonnen hatte.

Nach einer Vorstellungsrunde blickten die Gleichstellungsbeauftragten auf die Zeit der Corona-Schließungen zurück. Die Mehrheit der im vergangen Sommer geplanten gemeinsamen Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November und auch zum Internationalen Frauentag am 8. März oder dem Equal Pay Day hatten abgesagt werden müssen. Nur in einem sehr begrenzten Umfang konnten sie online umgesetzt werden.

Nach diesem Rückblick stiegen die Kolleginnen aktiv in die Planung für die kommende Zeit ein. Jede Gleichstellungsbeauftragte ist zunächst für die innerdienstlichen gleichstellungsrelevanten Themen zuständig, zum Beispiel bei Stellenbesetzungen. Ebenso ist sie die Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger bei Fragen im Rahmen von Gleichstellung.

Darüber hinaus bieten die Kolleginnen als Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Nienburg gemeinsam Veranstaltungen zu gleichstellungsrelevanten Themen an. „Da viele Kolleginnen lediglich neben- oder ehrenamtlich beauftragt sind, ist es organisatorisch sinnvoll, Angebote zu bündeln und gemeinsam umzusetzen“, sagt Bauer. Regelmäßig gehören dazu Veranstaltungen zum Girls Day und den oben bereits genannten Thementagen sowie einmalige Veranstal-tungen zum Jubiläum ‚100 Jahre Frauenwahlrecht‘ oder ‚110 Jahre Internationaler Frauentag‘.

Ich hoffe, dass die Kommunen die entsprechenden Stellen zügig ausschreiben.

Petra Bauer,Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Nienburg

Weiterhin gehören beispielsweise Themen wie gendergerechte Sprache, Aufklärung rund um Minijobs, Benachteiligung von Frauen im beruflichen Kontext, Gewalt an Frauen, Intergeschlechtlichkeit, ungleiche Bezahlung und ähnliche Themen zu den Angeboten. Dass diese Themen nicht ausschließlich über Vortragsveranstaltungen angeboten werden, zeigt die Vielfalt von Filmabenden, Firmenbesichtigungen, Leseabenden, Frauenstadtführungen und Gesprächsrunden, die die Kolleginnen in den letzten Jahren angeboten haben.

„Solche Angebote planen wir auch für die zweite Hälfte des Jahres 2021 und selbstverständlich für 2022. Die ersten Absprachen mit weiteren Kooperationspartnerinnen laufen schon“, teilt Bauer mit. So wird es sowohl die Brötchentütenaktion zum 25. November geben als auch ein ganzes Spektrum von unterschiedlichen Veranstaltungen rund um den 8. März und dem Equal Pay Day im Frühjahr 2022.

Für diese gemeinsamen Projekte hat die AG der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten nun auch ein gemeinsames Logo. „Mit diesem Logo machen wir deutlich, dass die jeweilige Veranstaltung ein gemeinsames Angebot aller Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis ist. Das bedeutet, dass sich alle Kolleginnen sowohl mit personellen als auch finanziellen Ressourcen beteiligen“, erläutert Bauer.

„Die aktuellen Vakanzen beziehungsweise die teilweise sehr eingeschränkten Mitwirkungsmöglichkeiten einzelner Kolleginnen erschweren eine landkreisweite Umsetzung. „Ich hoffe sehr, dass die betroffenen Kommunen nach der Kommunalwahl die entsprechenden Stellen zügig ausschreiben und auch besetzen werden. Im Rahmen von Gesprächen mit Vertretern aus diesen Kommunen wurde mir signalisiert, dass es seitens der Politik bereits entsprechende Vorplanungen gibt“, so Bauer.

„Die Bestellung einer Gleichstellungsbeauftragten ist gesetzlicher Auftrag. Deshalb gehe ich davon aus, dass sich die Arbeitsgemeinschaft im kommenden Jahr wieder vervollständigen wird.“

Mit vielen Ideen und zahlreichen Arbeitsaufträgen beendeten die Kolleginnen ihre Klausursitzung mit einem gemeinsamen Essen, zu dem die bisherige Kollegin Ursula Priggen-de Riese dazu kam, um sich persönlich zu verabschieden. Die nächste Sitzung findet im August statt.

Zum Artikel

Erstellt:
17. Juli 2021, 17:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 08sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.