Gold des Gärtners

Aufgesammelt

Pferdeäpfel auf der Straße am Wall in Erichshagen: Gestern berichtete die Harke an dieser Stelle darüber. Ein Reiter hat die Hinterlassenschaften seines Pferdes einfach liegen lassen. Gestern nun die Reaktion von Harke-Leserin Uta von Sohl: „Leider sind die Zeiten vorbei, wo man das ‚Gold des Gärtners’, wie diese Hinterlassenschaft der Pferde in meiner süddeutschen Heimat genannt wird, mit einem kleinen Eimerchen zur weiteren düngenden Verwendung schnellstens aufsammelte. In Mannheim gab es im letzten Jahrhundert eine skurrile Person, der ‚Blumenpeter’, der mit seinem sogenannten ‚Knoddelkärchel’ alle Pferdeäpfel der Region aufsammelte und zur Weiterverwertung verhökerte. Auch schrieb man den Pferdeäpfeln glückbringende Momente zu.”

Die Harke-Leserin versteht den Ärger heutiger Anwohner, da man für Pferdeäpfel so recht keine Verwendung mehr findet. Sie hofft, dass ein hilfsbereiter Nachbar die 84jährige Dame von den störenden Hinterlassenschaften befreit.

„Ehe man zur Ordnungsstrafe greift, sollte man lieber alle Tierhalter auf ihre Pflichten aufmerksam machen und an ihre ästhetische Entsorgungsspflicht appellieren”, schreibt sie abschließend. Das Problem nur: Tierhalter kennen meist ihre Pflichten, setzen sich aber in der Regel darüber hinweg. Die Dummen sind dann die Anwohner, die den Dreck beseitigen müssen.

Arne Hildebrandt

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Erstellt:
5. September 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 36sec

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