28.04.2013

Gottesdienst zurzeit nicht möglich

Bückens Stiftskirche erhält neue Fenster / Arbeiten dauern bis Ende September

Von Horst Achtermann

Bücken. In der Stiftskirche Bücken, deren Gründerzeit bis in das Jahr 882 zurückgeht, wurde schon immer gebaut. Die Bauphasen sind von außen an den Steinen gut ablesbar. Das großartige Mittelschiff mit Blick gen Osten auf den hölzernen Altar wirkt jetzt riesig, denn die Kirchenbänke aus den 1860er Jahren, sind ausgeräumt und wurden ausgelagert. Eine totale Fenstersanierung verlangt Gerüste, die von innen und außen aufgestellt sind. Die Kirche ist bis voraussichtlich Ende September geschlossen, die Gottesdienste finden im benachbarten Gemeindehaus statt. Pastor Paul Gerhard Meißner zeigte bei einem Rundgang die unterschiedlichsten Schadstellen. 16 Fenster aus den Seitenschiffen werden im ersten Bauabschnitt saniert. Diese Fenster stammen aus dem Jahr 1865. „Sie werden saniert und nicht energiesparend ausgerüstet, sonst besteht die Gefahr, dass sich Kondenswasser in der Orgel oder am Holzaltar niederschlägt“, so Meißner Die Fenster bleiben damit die kältesten Stellen in der Kirche. Im zweiten Bauabschnitt werden die Fenster im Chorraum saniert. Das sind mehr als ein Dutzend Fenster aus dem 18. bis 19. Jahrhundert, diese Fenster sind in der Mehrzahl farbig ausgerichtet. Als sehr „schadhaft“ bezeichnet Paul Gerhard Meißner, die zur Straßenseite ausgerichteten Fenster mit teilweise verrosteten Schutzgittern. Die Fassade an der Südseite wird gleich mit saniert. An den drei aus dem 13. Jahrhundert stammenden Glasfenstern, die den Kirchenraum im Chor nach Osten abschließen, werden nur die Schutzverglasungen erneuert.

Bauherr ist die Kirchengemeinde Bücken. Baubeauftragte im Kirchenvorstand ist Erika Hogrefe. „Im Vorfeld der Sanierungsmaßnahmen wurde alles perfekt organisiert“. Die Kosten gibt Pastor Meißner mit etwa 170 000 Euro an, die Landeskirche beteiligt sich mit rund 120 000 Euro, der Rest kommt aus einem Fördertopf der EU. Am 6. Mai beginnt ein renommierter Glasbauer aus Linnich im Kreis Düren mit den Spezialarbeiten.

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Erstellt:
28. April 2013, 00:00 Uhr
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