Schwerlastkontrolle in Nienburg. Polizei

Schwerlastkontrolle in Nienburg. Polizei

Nienburg/Langendamm 05.04.2019 Von Polizeipresse

Gravierende Verstöße auf der B6

Bilanz der groß angelegten Polizei-Kontrolle

Am Donnerstag fanden auf der Bundesstraße 6 im Landkreis Nienburg (Kontrollbereich Am Rehhagen) ganzheitliche Kontrollen des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs durch die Spezialisten der Regionalen Kontrollgruppe der Polizeidirektion Göttingen statt. An der Kontrolle waren neben Einsatzkräften aus allen Inspektionen der Behörde auch das Hauptzollamt Hannover mit den Kontrolleinheiten Verkehrswege sowie Schwarzarbeit, das Bundesamt für den Güterfernverkehr, das Eichamt Nienburg, das Gewerbeaufsichtsamt sowie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit beteiligt. 75 Einsatzkräfte aus den unterschiedlichen Behörden waren vor Ort.

Im Rahmen der ganzheitlichen Kontrollen wurden insgesamt 70 Lastkraftwagen überprüft. In diesem Zusammenhang durften 18 Fahrzeugführer aus den unterschiedlichsten Gründen, hauptsächlich wegen technischer Mängel oder der massiven Überschreitung von Lenk- und Ruhezeiten die Fahrt vorläufig nicht fortsetzen. In 12 Fällen hat die Polizei aus den vorgenannten Gründen bei ausländischen Fahrzeugführern Sicherheitsleistungen im Rahmen von Ordnungswidrigkeiten- beziehungsweise Ermittlungsverfahren in einer Gesamthöhe von 2.735 Euro erhoben.

„Immer wenn wir diese groß angelegten Kontrollen mit unseren Partnern wie der BAG durchführen, stellen wir gravierende Verstöße fest. Unsere Maßnahmen sind damit der Schlüssel zum Erfolg zur Verhinderung schwerster Unfälle“, sagte Polizeioberkommissar Schimkowiak, langjähriges verantwortliches Mitglied der Regionalen Kontrollgruppe und Mitarbeiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg.

In einem Fall musste ein Lkw-Fahrer aus Rumänien seine Weiterfahrt aufgrund gravierender technischer Mängel unterbrechen. Die Bremsbeläge des Fahrzeuges waren praktisch nicht mehr vorhanden und das Fahrzeug war mit Blick auf die Karosserie in einem desolaten Zustand. Neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige musste der Fahrer eine Sicherheitsleistung von 850 Euro hinterlegen. Nach Schätzungen der Polizei entstehen dem Fahrer Kosten von mehreren Tausend Euro für die Instandsetzungsarbeiten.

In einem zweiten Fall wurde gegen den Fahrer und den Unternehmer Ermittlungsverfahren wegen Schwarzarbeit eingeleitet. Ein anderer kroatischer Lkw-Fahrer musste aufgrund massiver Lenkzeit- und Geschwindigkeitsverstößen 1.175 Euro Sicherheitsleistung zahlen und musste im Anschluss die erforderlichen Ruhezeiten nachholen.

„Wir haben allein bei den präventiven Abfahrtkontrollen auf unseren Autobahnen an den letzten Wochenenden über 1.000 Lkw vor Fahrtantritt überprüft und aufgrund gravierender Alkoholbeeinflussung in 69 Fällen die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr untersagt. Die Spitzenwerte lagen bei über 3 Promille. Das ist inakzeptabel. Wir werden weiter verstärkt Kontrollen durchführen. Mit den Maßnahmen unserer Spezialisten der Regionalen Kontrollgruppe haben wir auch bei den aktuellen Maßnahmen auf der Bundesstraße 6 massive Verstöße festgestellt. Mit diesen Maßnahmen erhöhen wir die Präsenz im öffentlichen Raum und verhindern vor allen Dingen schwerste Verkehrsunfälle. Wir wollen Leben retten. Genau das ist eine der wichtigsten Kernaufgaben der Polizei", sagte Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen.

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Erstellt:
5. April 2019, 12:53 Uhr
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