Landkreis 25.04.2017 Von Die Harke

Grenzen für Pfändungen steigen

Die in der Zivilprozessordnung festgesetzen Pfändungsfreigrenzen werden ab dem 1. Juli erhöht. Dies hat die Schuldnerberatung des Paritätischen Nienburg mitgeteilt. Weiter heißt es: „Bei Konten- oder Lohnpfändungen haben die Betroffenen Anspruch auf pfändungsgeschützte Beträge, die die Existenz der Überschuldeten sichern sollen.“ Schuldnerberater [DATENBANK=4361]Wolfgang Lippel[/DATENBANK] weist darauf hin, dass die ab Juli geltenden höheren Freibeträge im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden sind und damit in Kraft treten werden.

Bei Inhabern eines sogenannten P-Kontos, das Pfändungsschutz bei Girokonten gewährleistet, würden von den Geldinstituten die Freibeträge automatisch angepasst. Dies gelte, wenn die Freibeträge von der Schuldnerberatung oder anderen anerkannten Stellen bescheinigt worden sind. Die Ausstellung einer neuen Bescheinigung sei also nicht notwendig. Genauso würde auch mit beim Arbeitgeber vorliegenden Lohnpfändungen verfahren, wobei der Arbeitgeber die neuen Beträge ab Juli anwenden wird.

„Wenn allerdings Pfändungsschutz durch Gerichtsbeschlüsse erwirkt worden sei, müssten diese Beschlüsse beim jeweiligen Amtsgericht angepasst werden. Hier sei es notwendig, bei den Gerichten entsprechende Anträge zu stellen. Bei sogenannten Blankettbeschlüssen, bei denen die Gerichte schon ausgepfändete Zahlungen des Arbeitgebers auf das P-Konto als pfändungsfrei bescheinigt haben, sei eine solche Änderung des Beschlusses aber nicht nötig.“

Weitere Informationen im Paritätischen Sozialzentrum im Kräher Weg 2 (Rückseite Deterding-Gebäude), unter Telefon (0 50 21) 97 45 15 oder per E-Mail an wolfgang.lippel@paritaetischer.de.

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Erstellt:
25. April 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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