Grete Schaer.

Grete Schaer.

07.12.2014

Grete Schaer bittet um Spenden

Langjährige Mitarbeiterin der Landeskirche will im Januar Frauengruppen im Südsudan besuchen

Von Edda Hagebölling

Nienburg. Ihr Name bürgt für Qualität. Nicht nur in Kirchenkreisen. Von 1992 bis 2008 hat die Diakonin und Sozialpädagogin Grete Schaer als Mitarbeiterin im Frauenwerk der hannoverschen Landeskirche deutsch-sudanesische Frauenbegegnungen durchgeführt. Um Frauen Mut zu machen, sich in Kirche und Gesellschaft einzubringen.Jetzt möchte sich die Nienburgerin noch einmal auf den Weg in den Südsudan machen. Und die Frauen und deren Projekte sowohl mental als auch finanziell unterstützen. „Den Wunsch, die mir nach wie vor gut bekannten Frauen im Südsudan zu besuchen, hege ich seit 2010“, so Grete Schaer bei ihrem Besuch in der Redaktion. In diesem Jahr wurde die Teilung des Landes in Nord- und Südsudan rechtskräftig und der Südsudan als jüngstes Land der Welt anerkannt.

„Seit dem vergangenen Jahr liegt eine Einladung für mich vor. Wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen im Südsudan habe ich die Fahrt jedoch bisher nicht angetreten“, so die 76-Jährige weiter. Das soll sich jedoch jetzt ändern. Vom 14. Januar bis 14. Februar will sich die Diakonin auf den Weg in den Südsudan machen. Das Visum ist beantragt, die ersten Impfungen geben Tetanus und Geldfieber sind überstanden.

Schaers Ansprechpartnerin im Südsudan ist die deutsche Theologin Gunda Stegen. Die Frauen lernten sich 2005 beim Sudan-Forum kennen und stehen seither in Kontakt. Die Theologin Stegen war bei der Reformierten Kirche als Referentin für die Frauenarbeit angestellt. Seit drei Jahren lebt sie zusammen mit ihrem Mann, einem Südsudanesen, in Nimule nahe der Hauptstadt Juba. Gemeinsam leiten sie einen Naturladen mit Produkten aus der Region wie Tees, Ölen, Nüssen und Medikamenten. Darüberhinaus leitet die Theologin verschiedene Projekte für Frauen.

„Gunda Stegen bot mir an, mich während meines vierwöchigen Aufenthaltes zu begleiten. Außerdem hat sie bereits Kontakt zu all den Frauen aufgenommen, die ich gerne wiedersehen möchte“, berichtet Grete Schaer weiter. Und sie ist bestrebt, Privatquartiere zu organisieren. Um die Kosten gering zu halten. Aber auch, um den Kontakt zur Bevölkerung zu intensivieren.

Wie es um die Situation der Frauen im Südsudan bestellt ist, vermag Grete Schaer aus der Entfernung nicht zu beurteilen. Sie weiß aber, dass der Schulbesuch kostenpflichtig ist. Und dass die Englischkenntnisse der Frauen abgenommen haben, seitdem die Missionare im Sudan nicht mehr willkommen sind.

„Ich möchte den Frauen mit meinem Besuch Mut machen. Und Gunda Stegen in ihrem Engagement bestärken“, berichtet Grete Schaer weiter.

Die befreundete Theologin leitet unter anderem Computerkurse und betreut Frauen bei sogenannten Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekten. Unter anderem werden die Weihnachtssterne, Schlüsselanhänger, Ohrringe und Schmuck aus Perlen gefertigt, die auch im Eine-Welt-Landen in Nienburg zu bekommen sind.

1992 hatte sich Grete Schaer schon einmal ganz allein auf den Weg in den Sudan gemacht. Jetzt will sie es noch einmal wagen. „Natürlich hoffe ich, dass alles gut geht“, gibt sie zu.

Ihr größter Wunsch ginge jedoch in Erfüllung, wenn sie die Projekte der Frauen vor Ort auch finanziell unterstützen könnte. Gerne hätte sie ein gesondertes Spendenkonto eingerichtet. Da das jedoch – sehr zu ihrem Bedauern – nicht möglich war, bittet sie herzlich um eine Zuwendung auf ihr Privatkonto bei der Sparkasse in Nienburg mit der Nummer DE 57 25650106 0000483842 und der Bankleitzahl NOLADE 21 NIB mit dem Vermerk „Südsudanhilfe“ .

„Spendenbescheinigungen sind leider nicht möglich, aber Beträge bis 200 Euro erkennt das Finanzamt auch ohne Bescheinigung an“, so Grete Schaer. Und abschließend betont sie: „Falls meine Einreise nicht gelingen sollte, wird das Geld an ein Projekt von ‚Brot für die Welt‘ im Südsudan überwiesen.“

Zum Artikel

Erstellt:
7. Dezember 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 49sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.