Ein Scheunenbrand mit drei vermissten Personen war das Szenario einer Alarmübung am Dienstagabend in Warpe. Foto: Thiermann

Ein Scheunenbrand mit drei vermissten Personen war das Szenario einer Alarmübung am Dienstagabend in Warpe. Foto: Thiermann

Warpe 20.11.2019 Von Marion Thiermann

Großalarm in Warpe

Realistische Feuerwehrübung fordert Einsatzkräfte auch in Hassel

Sirenen und Meldeempfänger alarmierten am Dienstag um 1907 Uhr die Ortswehren Warpe-Windhorst und Helzendorf/Nordholz zu einem vermeintlichen Gebäudebrand nach Warpe. Vor Ort erfuhren die Einsatzkräfte, dass es sich um eine Übung handelte: Dichter Qualm drang aus einer Scheune, dann folgte die Nachricht, dass sich noch drei Personen im Gebäude befinden würde. Dieses Szenario hatte Florian Feilen von der Feuerwehr Warpe-Windhorst ausgearbeitet.

Mit der Übung sollten nicht nur die Atemschutzgeräteträger trainiert, sondern auch ein Löscheinsatz geübt werden. Die Einsatzkräfte verlegten aus einem nahegelegenen Unterflurhydranten eine Wasserleitung, mit der das wasserführende Tragkraftspritzenfahrzeug aus Helzendorf befüllt wurde. Da die Gemeindestraße nicht für den Verkehr gesperrt war, musste die Leitung zudem mit Schlauchbrücken, Leitkegeln und Leuchten abgesicherten werden.

Drei Atemschutzgeräteträger gingen mit einem Hohlstrahlrohr in den Innenangriff und suchten die vermissten Personen in dem vernebelten Gebäude. Foto: Thiermann

Drei Atemschutzgeräteträger gingen mit einem Hohlstrahlrohr in den Innenangriff und suchten die vermissten Personen in dem vernebelten Gebäude. Foto: Thiermann

Während außen zwei Trupps mit C-Strahlrohren löschten, gingen drei Atemschutzgeräteträger mit einem Hohlstrahlrohr in den Innenangriff und suchten das mit einer Nebelmaschine verrauchte Gebäude nach den drei vermissten Personen ab. Zwei Personen wurden wurden im unteren Bereich der Scheune gefunden und mit einer Trage und einem Rettungstuch gerettet. Die dritte Person, in diesem Fall eine Übungspuppe, wurde vom Dachboden durch eine Luke nach draußen abgeseilt.

Zur Absicherung der Atemschutzgeräteträger war zudem wie bei einem echten Einsatz auch ein Rettungswagen der Johanniter-Unfallhilfe aus Hoya vor Ort. Ein besonderer Dank der Feuerwehr ging an die Grundstücksbesitzer Bettina und Jürgen Staschik, die ihre Scheune für die Übung zur Verfügung gestellt hatten, sowie an deren Töchter Angelina und Natascha, die sich als vermisste Personen in der Scheune versteckt hatten.“ Gebäudebesitzer und Statisten unterstützen die Ortswehren immer wieder und sind damit eine große Hilfe, damit die Einsatzkräfte unter möglichst reellen Szenarien den Ernstfall trainieren können, wobei auch die Zusammenarbeit verschiedener Ortswehren geschult wird“, heißt es dazu.

Die verlegte Wasserleitung musste mit Schlauchbrücken, Leitkegeln und Leuchten für den Verkehr abgesichert werden. Foto: Thiermann

Die verlegte Wasserleitung musste mit Schlauchbrücken, Leitkegeln und Leuchten für den Verkehr abgesichert werden. Foto: Thiermann

Dies galt auch vor kurzem in Hämelhausen bei einer Übung, ausgearbeitet von Marcus Ullrich und Carsten Barkhausen von der Feuerwehr Hassel. Das Szenario dort: eine Verpuffung in einem Bunker auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände, der dem Motorradclub „Hahn auf Hoya“ als Vereinsheim dient. 40 Einsatzkräfte aus den Wehren Hassel und Hämelhausen verlegten Wasserleitungen aus zwei Bohrbrunnen, kühlten den Bunker von außen mit Strahlrohren, während Atemschutzgeräteträger sieben Erwachsene und einen Jugendlichen vom Motorradclub, die die verletzten Personen spielten, retteten. „Interessant, so etwas mal mitzuerleben, aber wir hoffen, dass uns so etwas nie in Wirklichkeit passiert“, erklärte ein Mitglied des Clubs im Anschluss.

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Erstellt:
20. November 2019, 16:35 Uhr
Lesedauer:
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