Trotz eines massiven Aufgebots an Kräften waren ein Stall und eine Reithalle in Niedernwöhren am frühen Neujahrsmorgen nicht mehr zu retten.

Trotz eines massiven Aufgebots an Kräften waren ein Stall und eine Reithalle in Niedernwöhren am frühen Neujahrsmorgen nicht mehr zu retten.

Niedernwöhren 04.01.2020 Von Die Harke

Großbrand zerstört Stall und Reithalle

200 Einsatzkräfte waren in Niedernwöhren im Einsatz / Keine Menschen und Tiere verletzt

Ein Großfeuer auf einem früheren landwirtschaftlichen Anwesen in Niedernwöhren sorgte am Neujahrsmorgen für einen stundenlangen Großeinsatz von 200 Feuerwehrkräften. Ein großer Stall und eine Reithalle brannten vollständig nieder. Insgesamt 16 Menschen aus zwei Wohnhäusern auf dem Areal konnten sich retten. Nach Angaben der Feuerwehr befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes keine Tiere in den Stallungen.

„Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Meerbeck-Niedernwöhren, Nordsehl-Lauenhagen, Hülshagen, Wiedensahl und der Feuerwehr Stadthagen mit der Hubrettungsbühne stand ein als Garage genutzter Gebäudeteil und ein Teil der nebenstehenden Stallung bereits im Vollbrand. Sofort wurde eine Hubrettungsbühne von der Feuerwehr Petershagen-Lahde sowie die Feuerwehr aus Enzen nachgefordert. Mit mehreren Strahlrohren wurde eine Riegelstellung aufgebaut, um ein angrenzendes Wohnhaus zu schützen. Trotz des massiven Einsatzes von Wasser konnte sich das Feuer auf den gesamten Stall ausweiten und griff auf die nebenstehende Reithalle über“, berichtete Sven Geist, stellvertretender Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Schaumburg. Bei Sichtweiten von teils unter fünf Metern infolge von starkem Nebel gestaltete sich die Anfahrt für die Helfer schwierig.

Da von mehreren Betroffenen auszugehen war, löste die Leitstelle einen Massenanfall von Verletzten aus, so dass auch der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot, darunter acht Rettungswagen, anrückte. Die Logistikeinheit der Kreisfeuerwehr Schaumburg baute beheizte Zelte zur Unterbringung der evakuierten Hausbewohner auf und kümmerte sich im Anschluss zusammen mit den Feuerwehren aus Lyhren und Apelern sowie der Feuerwehr Stadthagen um die Verpflegung der Einsatzkräfte. „Dazu wurden im Feuerwehrhaus Stadthagen rund 700 Brötchen mit Aufschnitt geschmiert und an die Einsatzstelle gebracht“, erläuterte Geist.

Da das Dach des landwirtschaftlichen Betriebes aus Asbestplatten bestand und eine Freisetzung von Fasern nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Umweltschutzeinheit der Kreisfeuerwehr alarmiert. Diese baute vor Ort einen Dekontaminationsplatz auf. In der Folge mussten alle in einem bestimmten Bereich eingesrtzten Kräfte und Einsatzfahrzeuge dekontaminiert werden. Das Technische Hilfswerk beseitigte mit einem Bagger und einem Radlader eingestürzte Decken, um auch an versteckte Brandnester heranzukommen. „Nach mehr als zwölf Stunden konnten dann die letzten der 200 eingesetzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen, so Geist. „DEie Ermittlungen zur Brandursache dauern derzeit noch an“, hieß es am Freitag von der zuständigen Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg auf HARKE-Nachfrage. Auch Angaben zur Schadenshöhe seien derzeit nicht möglich.

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Erstellt:
4. Januar 2020, 08:04 Uhr
Lesedauer:
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