Marion Pasternak vom Tierheim Schessinghausen (rechts) und Simone Lorenzen vom Tierheim Drakenburg mit den Nienburger Avacon-Chefs Bernd Heckmann (rechts) und Ralf Thäsler.
 Hagebölling

Marion Pasternak vom Tierheim Schessinghausen (rechts) und Simone Lorenzen vom Tierheim Drakenburg mit den Nienburger Avacon-Chefs Bernd Heckmann (rechts) und Ralf Thäsler. Hagebölling

Nienburg 21.05.2016

Große Freude bei den Tierschützern

Avacon Nienburg unterstützt Tierheime in Drakenburg und Schessinghausen mit jeweils 1 500 Euro

Große Freude bei den Tierschützern

Avacon Nienburg unterstützt Tierheime in Drakenburg und Schessinghausen mit jeweils 1 500 Euro

Von Edda Hagebölling

Nienburg. Dass Tierheime chronisch klamm sind, ist auch den Nienburger Avacon-Chefs Bernd Heckmann und Ralf Thäsler nicht verborgen geblieben. Nach einem entsprechenden Bericht in der Wochenendausgabe der Harke beschlossen die Zwei spontan, den beiden Kreis-Nienburger Tierheimen finanziell unter die Arme zu greifen. Die Übergabe der symbolischen Schecks über jeweils 1500 Euro fand jetzt in der Avacon-Geschäftsstelle in Nienburg statt. Für das Tierheim Drakenburg waren Carlheinz Romann und Simone Lorenzen und für das Tierheim Schessinghausen Marion Pasternak in das Bürogebäude am Schloßplatz gekommen.

Wie wichtig jeder einzelne Euro für die Tierschützer ist, wurde im Verlauf der Gesprächs deutlich, das der offiziellen Scheckübergabe vorausging.

Sowohl in Drakenburg als auch in Schessinghausen hat man das Gefühl, dass nicht allen klar ist, dass es sich bei einem Tierheim nicht um eine Ansammlung ehrenamtlicher Romantiker handelt, die Tag und Nacht unterwegs sind, um Tiere zu retten. Bei einem Tierheim handele es sich vielmehr um einen Betrieb mit festen Mitarbeitern und festen Kosten, so Romann und Pasternak unisono.

Auf Nachfrage der Harke am Sonntag wird deutlich: Im Tierheim in Drakenburg sind fünf Mitarbeiter – davon drei als Vollzeitkräfte – im Einsatz, im Tierheim in Schessinghausen arbeiten drei Mitarbeiter, davon einer auf 450-Euro-Basis.

Ferner sei es ein Trugschluss, zu glauben, dass die Tierärzte für die Tierheime kostenlos arbeiteten. „Das verbietet schon die Gührenordnung“, betonen Marion Pasternak und Carlheinz Romann. Entsprechend wollen beide das Geld von der Avacon in erster Linie für die Kastration von Katzen, aber auch für spezielles Futter für junge Katzen und für Katzenstreu ausgeben.

Die Unterstützung der Avacon kommt aber auch aus einem anderen Grund wie gerufen: „Das Spendenaufkommen ist seit geraumer Zeit rückläufig“, so Carlheinz Romann. Warum, wisse man nicht so recht.

Sehr zu seinem Bedauern kommt es auch immer wieder vor, dass Tierheim-Tiere nicht ungeprüft abgegeben werden. „Wenn wir ein komisches Gefühl haben, behalten wir uns vor, das Tier nicht herauszugeben“, ergänzt auch Marion Pasternak. Und natürlich würde auch einem Schichtarbeiter, der im sechsten OG wohnt, kein Schäferhund vermittelt, verdeutlichen beide.

Einig sind sie sich die Vorstandsmitglieder der Tierheimvereine in der Empfehlung an alle Interessierten, gerne einmal vorbeizukommen und sich ein Bild vom Alltag in einem Tierheim zu machen.

Informationen über die Tierheime in Drakenburg und Schessinghausen gibt es im Internet unter www.tierheim-drakeburg.de bzw. unter www.tierschutzverein-nienburg.de.

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Erstellt:
21. Mai 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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