Die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes sprachen sich in einer Befragung eindeutig für eine Wahl von Friedrich Merz zum Parteivorsitzenden aus. Grafik: Hartmann

Die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes sprachen sich in einer Befragung eindeutig für eine Wahl von Friedrich Merz zum Parteivorsitzenden aus. Grafik: Hartmann

Landkreis 08.01.2021 Von Die Harke

Große Mehrheit für Merz

Umfrage der Kreis-CDU zur Wahl des Bundesvorsitzenden

Der neue Bundesparteivorsitz der CDU wird Mitte Januar durch die 1.001 Delegierten des 33. Bundesparteitags gewählt. „Die Delegiertenwahl ist bei uns das übliche Vorgehen“, so Dr. Frank Schmädeke in einer Pressemitteilung, der als Kreisvorsitzender gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Maik Beermann als Delegierter am digitalen Parteitag der Partei in der kommenden Woche teilnehmen wird: „Und in unserem Kreisverband ist es auch üblich, dass wir vor den Parteitagen des Bundes ein Stimmungsbild von der Basis aufnehmen.“

Der Vorstand des Kreisverbandes sei sich in seiner ersten digitalen Sitzung im November einig gewesen, dass alle Kreis-Nienburger CDU-Mitglieder individuell hinsichtlich ihres Favoriten für die Neuwahl zum Parteivorsitz befragt werden sollten. „Als Delegierter nehme ich das Votum meines Kreisverbandes ernst und werde es weitertragen, damit es in den Bundesparteitag einfließen kann.“

Umgesetzt wurde der Wunsch nach der Befragung der Mitglieder im Dezember in Form eines Mitgliederbriefes. Per Mail, telefonisch, mit einer Postkarte oder online konnten die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes bis zum 31. Dezember ihre Stimmen für einen der drei Kandidaten zur Wahl des neuen Parteivorsitzenden abgeben, selbstverständlich anonym.

„Wir haben länger überlegt, wie wir wirklich alle Mitglieder erreichen“, erklärt der Kreisvorsitzende. Uns sei klar geworden, dass ein rein digitales Verfahren nicht für alle Mitglieder in Frage komme. Durch den Mitgliederbrief seien individuelle Möglichkeiten angeboten worden. „Mehr als ein Drittel unserer Mitglieder hat davon Gebrauch gemacht und ihre Stimme für einen der Kandidaten abgegeben, sodass wir mit deren Votum am Bundesparteitag teilnehmen werden“, erklären Maik Beermann und Frank Schmädeke.

Was nach wenig klinge, sei in Wahrheit mehr als eine Präsenzveranstaltung, denn an den Kreisparteitagen würden in der Regel auch nicht alle Mitglieder teilnehmen: „Es war ein erster Versuch, basisdemokratisch abzustimmen und wir sind sehr zufrieden mit der Beteiligung.“

Das Votum der Mitglieder fiel nach CDU-Angaben recht eindeutig mit 240 der 376 Stimmen für Friedrich Merz aus. „Unsere Parteibasis hat gesprochen, und das Ergebnis werde ich durch meine Delegiertenstimme bei der Wahl zum Parteivorsitz zum Ausdruck bringen“, sagt Bundestagsabgeordneter Beermann.

97 Stimmen der Kreis-Nienburger CDU-Mitglieder erhielt Norbert Röttgen und nur 39 konnten sich Armin Laschet als Vorsitzenden vorstellen. „Wir sind gespannt, zu welchem Ergebnis der Bundesparteitag findet“, so Frank Schmädeke und Maik Beermann abschließend.

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Erstellt:
8. Januar 2021, 17:15 Uhr
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