„Aufstieg und Fall der Stadt
Mahagonny“ Stadt Nienburg

„Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ Stadt Nienburg

Nienburg 14.06.2017 Von Die Harke

Große Opern im Abo 7

Frank Zimmermann (technischer Leiter) empfiehlt „Adelia“ in italienischer Sprache

Moderne Bühnentechnik und ein großer Orchestergraben ermöglichen es dem [DATENBANK=3566]Nienburger Theater auf dem Hornwerk[/DATENBANK], aufwändige Musikinszenierungen zu zeigen. Gleich drei große Opern und das Neujahrskonzert der Philharmonie des [DATENBANK=3727]Theaters für Niedersachsen[/DATENBANK] sind im Abo 7 gebündelt. Frank Zimmermann, Technischer Leiter des Nienburger Theaters: „Wie jede neue Spielzeit freue ich mich auf die großen Musiktheaterstücke des Theaters für Niedersachsen ganz besonders. Im Abo 7 gibt es dieses Mal gleich drei Große Opern, mit jeweils Dutzenden Mitwirkenden auf der Bühne, großem Live-Orchester im Orchestergraben und tollen Solisten in aufwändiger Ausstattung. Interessant wird insbesondere die Oper ‚Adelia‘, die ich zum einen noch nicht kenne, und die außerdem in italienischer Sprache gesungen wird. Weil die wenigsten Besucher auf Italienisch verstehen werden, was schon in deutscher Sprache schon nicht einfach wäre, kommt eine sogenannte ‚Übertitelungsanlage‘ zum Einsatz, so dass die Arien auf Deutsch mitgelesen werden können. Das ist ein toller Service des TfN, zusätzlich zu den Stückeinführungen, die es natürlich auch bei allen Opern gibt.“

Im Musik-Abo hat das Theater für Niedersachsen seinen festen Platz. Freundinnen und Freunde der Großen Oper kommen am 14. November 2017 mit „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber voll auf ihre Kosten. Die schönste und wichtigste deutsche romantische Oper über den Jäger Max, der aus liebender Verzweiflung einen Bund mit dem Teufel schließt. Musik wie die mitternächtliche Wolfsschlucht-Szene, Jägerchor und Brautjungfernlied haben sie unsterblich gemacht. Webers Oper war 1821 ein Paukenschlag, der das Tor zur Romantik auf der Opernbühne öffnete. Das märchenhafte, schaurige Sujet, der Wald mit seinen Jägern, Tieren und Felsschluchten, die Beschreibung der Natur und der Geisterwelt in der Musik, all das prägte eine ganze musikalische Epoche.

Besonders festlich wird es am 6. Januar 2018 wieder beim großen Neujahrskonzert mit der Philharmonie des Theaters für Niedersachsen, deren glanzvolle Konzerte zur Nienburger Theatertradition gehören. Programm und Mitwirkende werden vorher nicht verraten. Eines ist aber sicher: Das große Hildesheimer Orchester wird das neue Kalenderjahr 2018 wie jedes Jahr mit einem eindrucksvollen Konzert einleiten. Es werden Titel und Melodien erklingen, die eines Neujahrskonzertes würdig sind. Neben beliebten Weisen werden auch wieder besondere musikalische Schmankerl zu hören sein. Die zurückliegenden Neujahrskonzerte waren jeweils große Publikumserfolge.

Kurt Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (nach Bertolt Brecht) steht am 13. Februar 2018 auf dem Programm. Brechts kraftvolle Parabel ist in ihren Fragen nach gesellschaftlicher Freiheit und der Rolle des Geldes heute hochaktuell, gleichzeitig aber ein schillerndes und vieldeutiges sprachliches und dramatisches Kunstwerk mit der intensiven, jazzdurchtränkten Musik Kurt Weills. Drei Gangster gründen mitten in der Wüste eine Paradiesstadt, in der alles, was der Mensch begehrt, für Geld zu haben ist. Eines Nachts ruft der Holzfäller Jim die noch radikalere Parole aus: Alles ist erlaubt! Nimm dir, was immer du willst! Schließlich ist er es selbst, der zum ersten Opfer dieser entfesselten Lebensweise wird.

„Adelia“ von Gaetano Donizetti kommt am 17. April 2018 ebenfalls mit großer Besetzung und liebevoller Ausstattung daher. Wer „Lucia di Lammermoor” liebt, darf diese Wiederentdeckung nicht versäumen! Liebes- und Verzweiflungsarien, die die Luft vibrieren und kein Herz kalt lassen. Der junge Oliviero soll Adelia verführt haben und wird dafür von ihrem Vater beim Herzog verklagt. Dieser willigt ein, die Familienehre durch die Heirat der jungen Liebenden wiederherzustellen, plant aber die Hinrichtung nach vollzogener Hochzeit. Nach vielen weiteren Wirrungen führt diese typisch verwinkelte Belcanto-Geschichte schließlich doch noch zu einem Happy End. Das Theater für Niedersachsen bringt das damals triumphal gefeierte Werk 150 Jahren nach der Erstaufführung wieder mal auf die Bühne zurück.

Es besteht für Abonnentinnen und Abonnenten generell die Möglichkeit zum Abo-Veranstaltungstausch mit Angeboten aus den anderen Abos. Wer beispielsweise das Sinfoniekonzert nicht sehen möchte, könnte alternativ wählen zwischen „Der Zigeunerbaron“ (Abo 1), „Die verkaufte Braut“ (Abo 9) oder einer beliebigen anderen Abo-Veranstaltung.

Frank Zimmermann freut sich auf die großen Opern in der neuen Spielzeit. Andreas Hartmann

Frank Zimmermann freut sich auf die großen Opern in der neuen Spielzeit. Andreas Hartmann

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Erstellt:
14. Juni 2017, 21:00 Uhr
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