Die Teilnehmer der Planungskonferenz. Hörhold/Bundeswehr

Die Teilnehmer der Planungskonferenz. Hörhold/Bundeswehr

Nienburg 05.03.2018 Von Die Harke

Große Übung steht wieder bevor

Vorbereitungen für internationale CIMIC-Übung / Detailplanungen für Joint Cooperation 2018 stehen auf Tagesordnung

Am 1. März fand im Nienburger Zentrum Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr die erste internationale Planungskonferenz zur Vorbereitung der Übung „[DATENBANK=7208]Joint Cooperation[/DATENBANK]“ statt. Gemeinsam mit zivilen und militärischen, internationalen und nationalen Übungsteilnehmern awi der Übungsrahmen abgesteckt und der weitere Ablauf der Zusammenarbeit bis zur eigentlichen Durchführung im November abgestimmt worden, teilt die Bundeswehr mit. Bei dieser innerhalb der NATO einzigartigen Übung würden erneut über 300 regionale Akteure in die Übung eingebunden sein. Dies sei auch ein Ausdruck für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum sowie den Landkreisen Nienburg, Verden sowie Teilen der Region Hannover und deren Bürgern.

Ende Oktober waren bei „Joint Cooperation 2017“ in den Landkreisen Nienburg und Soldaten und Fahrzeuge aus 23 Nationen unterwegs waren. Wenn jetzt im März erneut Soldaten aus den Niederlanden, Spanien, den USA, Polen, Tschechien, Estland, Rumänien und Dänemark in Nienburg und Umgebung zu sehen seien, dann seien dies die Vorboten für eine Neuauflage der Übung im November.

Gemeinsam mit Vertretern der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz, welche dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zugeordnet sei, Vertretern der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und den verschiedensten Bundeswehrdienststellen würden die Nienburger Soldaten des Zentrums Zivil-Militärische Zusammenarbeit gegenwärtig die Weichen für „Joint Cooperation 2018“ stellen. Es gelte, das Szenario der Übung abzustimmen, Dienstposten – also handelnde Akteure – auf die verschiedenen Nationen zu verteilen und gemeinsame Übungs- und somit auch Ausbildungsschwerpunkte zu besprechen.

Oberst Frank Hartwig, Chef des Stabes des Zentrums, begrüßte nun 41 Teilnehmer aus elf Nationen, was die zunehmende multinationale Ausrichtung der Nienburg Dienststelle unterstreiche und forderte sie auf: „Die Übungsserie Joint Cooperation ist die größte CIMIC-Übung weltweit; das Wichtigste bei dieser Übung sind Sie. Bringen Sie sich ein und machen Sie die Joint Cooperation 2018 zu Ihrer Übung.“

Die Übungsserie Joint Cooperation in Nienburg sei weltweit die einzige militärische Plattform für ein multinationales und zivil-militärisch übergreifendes Training von Verfahrensabläufen unter den Bedingungen eines Einsatzszenarios im Ausland. Die gemeinsame Übungssprache sei dabei in Wort und Schrift Englisch was Grundvoraussetzung für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit der verschiedensten Organisationen und auch Nationen sei.

Die Übung Joint Cooperation findet im Jahr 2018 bereits zum achten Mal statt. Erstmalig wurde die Übung in Nienburg im Jahr 2009 veranstaltet.

Ziel der Übung ist es, das Zusammenwirken von militärischen und nicht-militärischen Organisationen und Akteuren am Beispiel eines Einsatzes, der fiktiv außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erfolgt, zu üben.

Der Übungsraum beträgt rund um Nienburg rund 1800 Quadratkilometer und dehnt sich über drei Landkreise und 19 Gemeinden aus. Für die Übungsteilnehmer wird dieser Übungsraum mittels einer umfangreichen Übungslage in einen fiktiven Staat auf der nördlichen Welthalbkugel „verlegt“.

Soldaten aus 23 Nationen nahmen 2017 an der Übung teil. „Joint Cooperation“ ist die weltweit größte Übung dieser Art. Im vergangenen Jahr wurden die Teilnehmer durch annähernd 300 Übungssituationen gefordert, in deren Verlauf etwa 300 Rollenspieler aus dem zivilen Bereich teilweise mehrfach zum Einsatz kamen.

Regelmäßige Teilnehmer der „Blaulichtorganisationen“ an der Übungsserie seien unter anderem THW, DRK, Johanniter, Wasserschutzpolizei, Polizei und Zoll, heißt es abschließend von der Bundeswehr.

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Erstellt:
5. März 2018, 21:00 Uhr
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