Der Dachstuhl steht im Vollbrand. Foto: Feuerwehr

Der Dachstuhl steht im Vollbrand. Foto: Feuerwehr

Stolzenau 05.07.2020 Von Uwe Witte

Großeinsatz bei Dachstuhlbrand in Stolzenau

54-jähriger Bewohner kann nur noch tot geborgen werden

In der Nacht zu Sonntag wurde um 1:40 Uhr die Feuerwehr zu einem Dachstuhlbrand nach Stolzenau in die Straße „Hinterm Dahle“ gerufen. Der Dachstuhl brannte beim Eintreffen der Feuerwehr in großer Ausdehnung.

Ein Bewohner aus der vorderen Haushälfte konnte von den Einsatzkräften gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Da der Eingangsbereich und das darüber befindliche Dach im Vollbrand standen, war es den Einsatzkräften nicht möglich das Gebäude zu betreten. Ein weiterer 54 Jahre alter Bewohner konnte von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden.

Der starke Wind zu Einsatzbeginn erforderte, dass zusätzlich noch mehrere Riegelstellungen parallel zur Brandbekämpfung errichtet werden mussten. Diese Maßnahmen zeigten den gewünschten Effekt. An einem angrenzenden Haus entstand geringer Schaden durch Hitzeeinwirkung. Das Feuer im Dachbereich wurde aus sechs C-Rohren und dem Wendestrahlrohr der Drehleiter Liebenau bekämpft. Als die Lage es zuließ wurde das Feuer auch von innen durch Trupps unter Atemschutz bekämpft.

Zu den 110 Einsatzkräften zählten auch acht Kräfte des Rettungsdienstes, zehn Kräfte der Polizei und die Notfallseelsorger der Feuerwehr. An der Brandstelle befanden sich zeitweise 24 Einsatzfahrzeuge. Es waren alle Feuerwehren der Gemeinde Stolzenau, die Einsatzleitung Ort und die Drehleiter aus Liebenau im Einsatz.Die Gemeindefeuerwehrführung und der Abschnittsleiter Süd waren ebenfalls an der Einsatzstelle um sich ein Bild zu machen.

Bei diesem Einsatz hat sich gezeigt wie gut die Einheiten von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei zusammenarbeiten. Die Polizei hat trotz der zum Teil nicht übersichtigen Lage die Einsatzstelle frei von Schaulustigen gehalten und ist bei zu dreisten Personen eingeschritten. Der Rettungsdienst hat sich zum Teil auch in Zusammenarbeit mit den Notfallseelsorgern um Angehörige der betroffenen Personen gekümmert. Einige Feuerwehrangehörige wurden von Notfallseelsorgern der Feuerwehr betreut.

Der Einsatzleiter Michael Drübber konnte nach drei Stunden „Feuer aus“ melden und mit dem Rückbau der Einsatzmittel beginnen lassen. Wieder aufflammende Glutnester verlängerten den Einsatz dann noch einmal bis 6 Uhr in der Früh. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und dem Brandhergang aufgenommen.

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Erstellt:
5. Juli 2020, 10:22 Uhr
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