Mit drei Trupps konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Foto: Schiebe

Mit drei Trupps konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Foto: Schiebe

Liebenau 20.04.2021 Von Uwe Schiebe

Großeinsatz bei Industriebrand in Liebenau

Schnelles und beherztes Eingreifen verhindert größeren Schaden

Am Montagabend gegen 19:30 Uhr wurden die Feuerwehren der Samtgemeinde Liebenau zu einem Industriebrand in einem Betrieb für Sonderabfallentsorgung „Am Recyclingpark“ in Liebenau gerufen. Schon von weitem war der Rauchpilz zu sehen.

Zwei Mitarbeiter der Firma hatten den Brand entdeckt, den Notruf abgesetzt und versucht das Feuer mit Feuerlöschern zu bekämpfen. In der betroffenen Halle werden Industrieabfälle wie Lacke, Kleber, Fette oder Öle konditioniert und transportfähig gemacht.

Vor Ort gingen die ersten Einsatzkräfte sofort unter schwerem Atemschutz mit einem Schaum-/Wassergemisch gegen die Flammen vor, die ihnen aus der Konditionierungshalle bereits entgegenschlugen. Die restlichen Kräfte bauten unverzüglich Förderstrecken von einem Bohrbrunnen, Unterflurhydranten und von der nahegelegenen Weser auf. Mit drei Trupps konnte das Feuer dann schnell unter Kontrolle gebracht werden. Anschließend wurden in der Halle zwei offene Becken mit einem Schaumgemisch geflutet, das zusätzlich aus Nienburg mit angeliefert worden war.

Über 200 Kräfte waren vor Ort im Einsatz. Foto: Schiebe

Über 200 Kräfte waren vor Ort im Einsatz. Foto: Schiebe

Zusätzlich zu den Ortswehren Liebenau, Binnen, Bühren, Glissen, Hesterberg/Mainsche und Pennigsehl wurden die Tanklöschfahrzeuge aus Steyerberg und Oyle alarmiert sowie der Schlauchwagen aus Münchehagen. Die Technische Einsatzleitung übernahm die Koordinierung der Einsatzkräfte vor Ort. Der ebenfalls ausgerückte ABC-Zug kam nicht zum Einsatz. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand und es bestand auch zu keiner Zeit eine Gefahr für die Umwelt.

Kreisbrandmeister Bernd Fischer, Abschnittsleiter Süd Ralf Tiedemann und sein Stellvertreter Bernd Hachmeyer machten sich vor Ort ein Bild von der Lage. Insgesamt waren mit Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr 240 Kräfte im Einsatz. Über die Schadensursache und Schadenshöhe konnten vor Ort noch keine Angaben gemacht werden. Gegen Mitternacht haben die letzten Einsatzkräfte den Einsatzort verlassen und sind wieder eingerückt.

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Erstellt:
20. April 2021, 12:34 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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