Edda Hagebölling DIE HARKE

Edda Hagebölling DIE HARKE

Nienburg 28.04.2019 Von Edda Hagebölling

Großeltern willkommen

Tiefschürfende Gespräche am vergangenen Montag beim spontanen Ostersekt. In der Nase der Geruch von Kuh und Pferd. Einer der wenigen Orte, an denen noch echte Tiere auf der Weide zu sehen sind. Selbst in der Provinz. Natürlich landete die Runde irgendwann beim Thema Klimawandel.

CO2-Steuer? Hoffentlich geht das nicht – wie eigentlich immer – hauptsächlich zu Lasten des kleinen Mannes. E-Auto? Zu viel CO2-Ausstoß. E-Mobilität und CO2? tatsächlich. In Deutschland wird nach wie vor überdurchschnittlich viel Strom aus Kohle gewonnen.

Einigkeit dann aber in der Einschätzung: eigentlich geht es gar nicht um den Schutz des Klimas. Das Klima kommt schon klar und wird uns natürlich überleben. Im Grunde geht es bei all den Bemühungen und Nichtbemühungen doch um den Schutz von uns Menschen. Wir sterben, wenn sich die Erde zu sehr aufheizt, die Ernte verdorrt oder ein Tsunami mal eben eine Insel überschwemmt.

Weil sich auch nach Meinung der Nienburger Klimaschützer seit der letzten Fridays-for-Future- Veranstaltung politisch noch nichts getan hat, wird es am 24. Mai in Nienburg eine weitere Kundgebung geben. Treffpunkt ist um 11 Uhr der Ernst-Thoms-Platz. Dieses Mal sind auch Erwachsene – und ganz besonders gerne auch Großeltern – willkommen.

43 von 162 Anträgen auf Dürrehilfen, die im vergangenen Herbst aus dem Landkreis Nienburg bei der Landwirtschaftskammer in Hannover eingegangen sind, sind bisher bearbeitet und ausgezahlt. Insgesamt rund 445.000 Euro.

Umgerechnet 10 000 Euro pro Antragsteller. Niedersachsenweit sind 4.600 Anträge eingegangen. Rechnet man diese Zahl hoch, kommt man auf die stattliche Summe von 4,6 Millionen Euro. Auch wenn für das Wochenende ein Temperaturrückgang und Schauer angesagt sind, kam bei dem einen und anderen angesichts der starken Winde rund um Ostern unweigerlich bereits der Gedanke an einen zweiten Hitze- und Dürresommer auf.

Die sicherlich klugen Köpfe von WestWindEnergy in Kirchdorf haben den politisch Verantwortlichen bei ihrem Wahlkampfbesuch mit auf den Weg gegeben, neben der E-Mobilität auch die Brennstoffzellen-Entwicklung im Auge zu behalten. Warten wir‘s ab.

Dazu lernen dürfte auch, wer den Bericht auf Seite 2 liest. Im Nienburger Rathaus wird am 8. Mai – dem Tag, an dem der Zweite Weltkrieg offiziell als beendet galt – eine Ausstellung über „die Kinder des 20. April“ eröffnet. Am 20. April 1944 hatten der Offizier Graf zu Stauffenberg und weitere Gleichgesinnte ein Attentat auf Hitler verübt. Mit dem Ergebnis, dass ihre Kinder anschließend nach Bad Sachsa im Harz verschleppt wurden.

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Erstellt:
28. April 2019, 06:13 Uhr
Lesedauer:
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