Die HARKE-Redaktion wünscht einen guten Tag!

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Landkreis 03.03.2020 Von Sebastian Schwake

Großes Krabbeln im Kothaufen

Es gibt für alles und jeden einen Tag: Heute, am 3. März, ist internationaler Tag des Artenschutzes. Weltweit sind nach Angaben der Heinz-Sielmann- Stiftung eine Million Tier- und Pflanzenarten weltweit vom Aussterben bedroht. Eine gigantische Zahl, die täglich größer als kleiner wird.

Im Kampf um die Artenvielfalt setzen Naturschützer auf aufwendige Projekte für einzelne Arten. Ein Riesenprojekt für Wisente läuft in der Bundeshauptstadt. Seit 2004 begleiten Naturschützer vor den Toren Berlins das größte Projekt zum Schutz des Wisents in Deutschland. In der 1.800 Hektar großen Kernzone von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, leben 90 Tiere.

Die Kolosse waren Anfang des 20. Jahrhunderts in Mitteleuropa in freier Wildbahn ausgestorben. Bei der Zucht der Wisente auf dieser Fläche, im dicht besiedelten Mitteleuropa, geht es nach Angaben der Stiftung vorrangig um den Arterhalt. Alle Bemühungen müssten allerdings zu der Frage führen, wie das auch außerhalb umzäunter Gebiete gelingen könne. Ziel ist, in der freien Landschaft überlebensfähige Populationen aufzubauen. Wozu, fragt sich der ein oder andere? Die Antwort ist simpel: um die Artenvielfalt zu bewahren.

Denn: Ohne den Wisent gäbe es den einen oder anderen Käfer nicht. In Wisentkot haben Wissenschaftler 35 verschiedene Dungkäferarten nachgewiesen. In manch einem Haufen lebten gar 9.000 Individuen. In Mitteleuropa gibt es etwa 100 Dungkäferarten.

45 Prozent aller in Deutschland vorkommenden Arten werden als mindestens gefährdet eingestuft.

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Erstellt:
3. März 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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