Landkreis 16.07.2019 Von Die Harke

Grüne und Linke sprechen mit Anglern über Gewässerschutz

Kreistagsgruppe will sich regelmäßig mit Verbänden austauschen und gemeinsame Projekte initiieren

Zu einem Meinungsaustausch traf sich die Kreistagsgruppe von Grünen und Linken mit Vertretern vom Anglerverband Niedersachsen. Im Landkreis Nienburg gibt es sieben im Anglerverband organisierte Vereine mit rund 4.500 Mitgliedern. Bei dem Gespräch wurden vor allem folgende Themen erörtert: Ziele und Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Landkreis, Entwurf des Landschaftsrahmenplans, Etablierung eines regelmäßigen Informationsaustauschs – möglichst unter Einbeziehung der im Landkreis aktiven Naturschutzorganisationen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt es: „Das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie, zehn Flussgebietseinheiten sowie Seen, Küstengewässer und Grundwasser bis spätestens 2027 in einen guten Zustand zu bringen und eine Verschlechterung des derzeitigen Zustands zu verhindern, wurde von allen begrüßt. Eine Bestandsaufnahme des Bundesumweltministeriums von 2016 hat allerdings ergeben, dass weiterhin erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um für unsere Gewässer einen guten ökologischen Zustand zu erreichen.“

Als wesentliche Ursachen gelten Interventionen, die zu einem beschleunigten Wasserabfluss in den Fließgewässern führen, das „Fehlen naturnaher Lebensräume und eine gestörte Durchgängigkeit der Gewässer durch Querbauwerke“, vor allem die durch Wasserkraftgewinnung verursachten Hindernisse. Weitere Ursachen seien hohe Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft und der Abwasserreinigung. Es sei deshalb mehr als fraglich, ob der durch die Wasserrahmenrichtlinie vorgegebene Gewässerzustand bis 2027 überhaupt erreicht werden könne. Der Landschaftsrahmenplan sei als Entwurf zu verstehen; Änderungsvorschläge durch Organisationen oder ihrer Interessenvertreter seien möglich und erwünscht. Für den Landkreis basierten die meisten Angaben über Fauna und Flora auf veralteten Bestandsaufnahmen, die dringend aktualisiert werden müssten. Vor diesem Hintergrund könnten Verbesserungen von Kommunikation und regelmäßiger Austausch Synergien fördern, um Projekte von Wasser- und Umweltschutz zu initiieren und zu unterstützen.

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Erstellt:
16. Juli 2019, 00:32 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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