Die Kreisvorsitzende der Piratenpartei Nienburg-Schaumburg, Martina Broschei, plädiert in der Coronakrise für die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens. Foto: Pixabay

Die Kreisvorsitzende der Piratenpartei Nienburg-Schaumburg, Martina Broschei, plädiert in der Coronakrise für die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens. Foto: Pixabay

Landkreis 10.05.2020 Von Die Harke

Grundeinkommen für alle

Kreisvorsitzende der Piratenpartei blickt auf die „Verlierer“ in der Coronakrise

Die Kreisvorsitzende der Piratenpartei Nienburg-Schaumburg, Martina Broschei, plädiert in der Coronakrise für die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE).

Sie schreibt: „Aktuell haben wir wohl alle gelernt, dass ‚der Markt‘ genau nichts regelt. Eine sich rasend schnell ausbreitende weltweite Pandemie zeigt bereits nach einigen Wochen die Schwächen, nämlich die Tatsache, dass ‚der Markt‘ sich nur um sich selbst gekümmert hat und wohl auch weiter kümmern wird. Am Ende gibt es eine Menge Verlierer, zum einen diejenigen, die sowieso schon wenig hatten und dazu zählen die Kunden der Tafeln, die zumeist über Wochen nicht geöffnet hatten, als auch die Alleinerziehenden, die zwischen Job und Kindern entscheiden mussten, oder Familien, die zurzeit Homeoffice haben und sich nebenbei auch noch um die Kinder und deren Bedürfnisse als auch schulische Weiterbildung kümmern dürfen.“

Sie blickt auf „die Mitarbeiter in den Supermärkten, die Tag für Tag und am Rande der Erschöpfung die leeren Regale immer wieder neu aufgefüllt haben und die, genauso wie die Ärzte und Helfer in den Arztpraxen, auf Facebook nach selbst genähtem Mundschutz suchen müssen, weil sie durch ihren Arbeitseinsatz entweder nicht mehr die Zeit oder auch nicht die Kraft hatten, sich darum auch noch zu kümmern. Natürlich dürfen wir auch die vielen Mitarbeiter in der Pflege nicht vergessen, sei es in Krankenhäusern oder in Senioren- oder Pflegeheimen“, erklärt Broschei.

Bereits seit Jahren oft genauso unterbesetzt wie überbelastet, dazu schlecht bezahlt, würden sie jetzt als „Helden der Nation“ gefeiert, die sich im Dienste für die Menschen den allergrößten Risiken aussetzen dürften, so die Stolzenauer Ratsfrau. „Ein dauerhaftes BGE wäre deutlich hilfreicher als die geplanten einmaligen Trinkgeldzahlungen“, sagt sie.

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Erstellt:
10. Mai 2020, 17:00 Uhr
Lesedauer:
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