Rohrsen 17.11.2019 Von Die Harke

Grundsanierung für Hauptpumpwerk in Rohrsen

Abwasser aus zweieinhalb Dörfern fließt durch eine Anlage / Kaum Einschränkungen erwartet

Ab der kommenden Woche beginnt der Wasserverband An der Führse mit der Sanierung des Hauptpumpwerkes im Immenweg. Über die Anlage wird das Abwasser aus Rohrsen, Haßbergen und Teilen von Heemsen zur Kläranlage Drakenburg gepumpt. Die Sanierung soll maximal drei Wochen dauern.

Der Kreisverband für Wasserwirtschaft kümmert sich bei den von ihm betreuten Abwasserbetrieben um rund 180 Hauptpumpwerke, die nach Notwendigkeit fortlaufend saniert werden. 96 davon gehören dem Wasserverband „An der Führse“ und eines der größeren ist das Pumpwerk in Rohrsen. Das befördert täglich rund 400 Kubikmeter Abwasser in die Kläranlage Drakenburg. Die Anlage stammt ursprünglich von 1972 und wurde zuletzt 1998 generalüberholt.

Nach den Worten von Axel Brause, Abteilungsleiter Abwasserbeseitigung beim Wasserverband, wird das Hauptpumpwerk jetzt erneut grundlegend saniert und modernisiert. So werden Armaturen, Leitungen und Pumpen ausgetauscht.

Außerdem bekommt der Schacht eine größere Öffnung, über die die Pumpen im Reparaturfall aus der Anlage gehoben werden können, ohne dass jemand in das enge, wenig angenehme Innere klettern muss. Komplett ersetzt werden außerdem der Schaltschrank, über den die elektronische Pumpensteuerung läuft, und das Innenleben des vorgelagerten Spülschachtes.

Da die Anlage während der Sanierung abgeschaltet werden muss, wird das Abwasser mittels provisorischer Leitungen über die Straße gepumpt und gelangt hinter dem Spülschacht wieder ins System. Dazu ist eine halbseitige Sperrung des Immenwegs erforderlich. Da es sich um eine reine Wohnstraße handelt, rechnet Projektleiter Brause lediglich mit geringen Beeinträchtigungen. Die häusliche Abwasserentsorgung werde in keiner Weise eingeschränkt.

Nach Abschluss der Maßnahme in Rohrsen steht ein ähnliches Projekt in der Lindenstraße in Haßbergen an. Das dortige Pumpwerk ist allerdings deutlich kleiner. Insgesamt beziffert der Verband die Kosten auf rund 140.000 Euro.

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Erstellt:
17. November 2019, 16:24 Uhr
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