Ließen sich in Hannover von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (links) auf den aktuellen Stand bringen- die Nienburger Ratsfrau Barbara Weißenborn und der Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke (beide CDU). Foto: Jonas Wietelmann

Ließen sich in Hannover von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (links) auf den aktuellen Stand bringen- die Nienburger Ratsfrau Barbara Weißenborn und der Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke (beide CDU). Foto: Jonas Wietelmann

Landkreis 04.02.2020 Von Die Harke

„Grundschule ,Am Bach’ über Bedarf versorgt“

Abgeordnete informieren sich bei Kultusminister Tonne über die Situation an Nienburgs Schulen

Am Rande der „Aktuellen Stunde“ des Niedersächsischen Landtags zur Situation an den Schulen ließen sich jetzt die Nienburger Ratsfrau Barbara Weissenborn und der Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke (beide CDU) von Kultusminister Grant Hendrik Tonne mit aktuellen Zahlen versorgen.

Vor allem die Entwicklung an der Nienburger Grundschule am Bach interessierte die beiden Nienburger, denn im Herbst hatten Elternvertreter der Schule mit dem Minister das Gespräch gesucht, um ihre Sorgen um die Unterrichtsversorgung zum Ausdruck zu bringen, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Die aktuellen Zahlen, die der Minister bei dem Gespräch in Hannover vorlegte, machen Mut, dass sich langfristig die Situation an der Schule gut entwickeln kann. Mit einer Unterrichtsversorgung von 105,7 Prozent kann man erst einmal zufrieden sein“, resümierte Weißenborn.

Die Erichshagen-Wölper Grundschule liege mit ihrem Soll-Bedarf bei knapp 460 Stunden, von denen 103 Stunden für den Zusatzbedarf, zum Beispiel für die Inklusion, vorgesehen seien. 354 Stunden Grundbedarf und die Stunden für den Zusatzbedarf bedeuteten im Falle der Grundschule „Am Bach“, dass sie mit 484 Lehrerstunden 130 Stunden über dem Pflichtbedarf versorgt sei.

„Ich habe Verständnis dafür, dass Eltern trotzdem den Eindruck haben, dass es mehr sein könnte“, betont Dr. Frank Schmädeke, „aber wenn man die Zahlen betrachtet, dann sind wir bei der Versorgung der Schule auf einem guten Weg“.

Immer wieder würden sich Elternvertreterinnen und Elternvertreter an ihn wenden, um in Hannover die Gelegenheit zu bekommen, mit dem Kultusminister persönlich über ihre Anliegen zu sprechen. Zuletzt habe sich die Kreiselternratsvorsitzende Claudia Steinmeyer an ihn gewandt, um auf Herausforderungen an der Grundschule Alpheide hinzuweisen.

„Es ist gut, dass wir so aktive Gremienvertretungen haben“, ist Schmädeke überzeugt, denn im persönlichen Gespräch lasse sich manches Missverständnis ausräumen, und mit direkten Blick auf die Zahlen komme man oft weiter als mit brodelnder Unzufriedenheit.

Auch im Fall der Grundschule Alpheide habe Tonne Entwarnung geben können – für die Klasse der Kinder mit körperlichen und motorischen Einschränkungen habe sich eine gangbare Lösung gefunden.

„Das sind Zahlen, die Mut machen“, findet Barbara Weißenborn, obwohl sie wisse, dass vor allem durch Krankheit der Lehrkräfte das filigrane Konstrukt gefährdet sei.

„Da kann man allerdings als Abgeordneter im Landtag nichts weiter tun, als das Kultusministerium politisch zu unterstützen, das weiter an der Lehrerausbildung und Neueinstellung der benötigten Lehrerinnen und Lehrer in Niedersachsen intensiv gearbeitet wird“, gab Schmädeke zu bedenken: „Bis die Grundschulen wieder so ausgestattet sind, dass auch die solide Vertretung geregelt werden kann, wird es noch etwas dauern.“

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Erstellt:
4. Februar 2020, 17:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

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