Die Initiatoren des Bürgerentscheids Burkhard Benecke und Yvonne Siemering. Foto: IG Ja zur GS

Die Initiatoren des Bürgerentscheids Burkhard Benecke und Yvonne Siemering. Foto: IG Ja zur GS

Heemsen 05.08.2020 Von Die Harke

„Grundschule Haßbergen ohne Bedingungen erhalten“

Interessengemeinschaft Ja zur Grundschule nimmt Stellung zu Bianca Wöhlkes Äußerungen

Das sagt die Interessengemeinschaft Ja zur GS zu den Äußerungen der Samtgemeindebürgermeisterin Bianca Wöhlke (Bericht auf dieser Seite): „Sollte der Bürgerentscheid erfolgreich sein, so gibt es drei Möglichkeiten der Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Drakenburg.

Von allen Optionen favorisiert die Interessengemeinschaft die Möglichkeit einer bedingt aufsteigenden Beschulung. Das heißt, dass man ab dem Schuljahr 2021 mit der ersten und zweiten Klasse in Drakenburg beginnen würde und die Kinder, der dann dritten und vierten Klasse die aktuell in Heemsen beschult werden, auch weiterhin in Heemsen unterrichtet werden. Hiermit ist gleichzeitig gewährleistet, dass sich mindestens zwei Aufsichtspersonen im Gebäude befinden.

Darüber hinaus würde ein positiver Bürgerentscheid bedeuten, dass das von Frau Wöhlke zitierte ‚Damoklessschwert‘ nicht mehr über der Grundschule Haßbergen schwebt. Dann wären die eng gefassten Auflagen zum Weiterbetrieb der Grundschule, die der Samtgemeinderat im Februar 2019 beschlossen hatte, nichtig und die Haßberger Schule würde ohne Bedingungen erhalten bleiben. Auch ein Jahr nach der Schließung der Drakenburger Grundschule zeigt sich, dass durch die Einstellung des Schulbetriebs keine Steuergelder eingespart wurden.

Die Unterhaltungskosten für das Schulgebäude sind zwar weggefallen, diese wurden aber durch die erhöhten Beförderungskosten der Schülerinnen und Schüler von Drakenburg nach Heemsen aufgebraucht. Ein positiver finanzieller Effekt durch die Schulschließung ist damit nicht erkennbar. Darüber hinaus weist die IG darauf hin, dass die laufenden Kosten wie Strom, Heizung, Versicherung, Gebäudeunterhaltung etc. weiterhin anfallen.

Richtig ist der Einwand von Frau Wöhlke, dass die sanitären Anlagen in der Grundschule Drakenburg sanierungsbedürftig sind. Diese Arbeiten müssen aber nicht zwingend hohe Investitionskosten aufwerfen. Denn die Interessengemeinschaft steht zurzeit mit Handwerkern in Kontakt, die bei einem positiven Bürgerentscheid ihre Arbeitsleitung kostenlos einbringen würden, um die WC-Anlagen zu modernisieren.

Im Gegensatz zu Frau Wöhlke geht die Interessengemeinschaft davon aus, dass der ab dem nächsten Jahr prognostizierte Lehrerüberschuss an Niedersächsischen Grundschulen auch die Personalsituation in den Schulen der Samtgemeinde Heemsen verbessern wird.

Schon jetzt gibt es interessierte Lehrkräfte, die gerne dauerhaft an der Grundschule Drakenburg unterrichten möchten. Diese Pädagogen sind derzeit weder an den Grundschulen Haßbergen noch Heemsen tätig, so dass ihre Versetzung nach Drakenburg nicht zu Lasten der beiden anderen Grundschulen in der Samtgemeinde erfolgen würde.

Die Prognose der Samtgemeindeverwaltung der zu erwartenden Schülerzahlen erfolgt traditionsgemäß ohne eine Berücksichtigung aktueller und geplanter Baugebiete. Da sowohl in Haßbergen als auch in Drakenburg diverse Gebiete in der Planung bzw. Umsetzung sind, ist hier von einer durchaus höheren Schülerzahl auszugehen. Allerdings sind auch schon die prognostizierten Zahlen ausreichend für den Betrieb einer Grundschule.“

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Erstellt:
5. August 2020, 19:35 Uhr
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