Nienburg 12.06.2017 Von Die Harke

Grundversorgung mit Energie sichern

Aktionswoche der Schuldnerberatung

[DATENBANK=4361]Nienburgs Schuldnerberater Wolfgang Lippel[/DATENBANK] vom [DATENBANK=378]Paritätischen Wohlfahrtsverband[/DATENBANK] fordert die Stärkung der Energie-Grundversorgung für Überschuldete. „Hier sind die tatsächlichen Kosten, die bei der Grundsicherung nur zu einem geringen Teil eingerechnet werden, vollständig zu berücksichtigen“, sagt Lippel. Mit seinem Appell an die Politik möchte Lippel auf die Aktionswoche Schuldnerberatung vom 19. bis zum 23. Juni aufmerksam machen. Die jährlich stattfindende Woche hat in diesem jahr den Schwerpunkt ‚Überschuldete brauchen starke Beratung’. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer Stärkung der Rahmenbedingungen für eine gute Schuldnerberatung.

„Wenn es Schulden bei der Krankenversicherung gibt, müssen die Betroffenen trotzdem eine Regelversorgung erhalten können“, sagt Lippel: „Ebenso muss beruflich Selbstständigen und Kleingewerbetreibenden mit geringem Einkommen der bezahlbare Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung geöffnet werden.“

Die im Herbst dieses Jahres anstehende Bundestagswahl haben die Fachverbände nach Lippels Worten zum Anlass genommen, Forderungen aus der Beratungspraxis an die Politik heranzutragen. So sei der Rechtsanspruch auf eine Schuldnerberatung unabhängig vom Einkommen und von der persönlichen Situation des Ratsuchenden endlich gesetzlich festzuschreiben. „Das Netz der gemeinnützigen Beratungsstellen muss bundesweit bedarfsgerecht ausgebaut werden, gerade in ländlichen Räumen gibt es immer noch Lücken. Diese Beratungsstellen müssen alle personell und materiell ausreichend ausgestattet werden“, sagt der Berater.

Lippel plädiert für eine Stärkung des Schuldnerschutzes durch die Weiterentwicklung des Pfändungsschutzkontos ebenso wie für die Einführung einer eigenständigen Grundsicherung für Kinder, um Kinderarmut vorzubeugen.

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Erstellt:
12. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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