3.000 Schritte: Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Kommunen und Senioreneinrichtungen waren auf Einladung von Astrid Hagen in die AOK gekommen, um von Tina Pfitzner Näheres über das preisgekrönte Projekt zu erfahren. Foto: Hagebölling

3.000 Schritte: Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Kommunen und Senioreneinrichtungen waren auf Einladung von Astrid Hagen in die AOK gekommen, um von Tina Pfitzner Näheres über das preisgekrönte Projekt zu erfahren. Foto: Hagebölling

Nienburg 15.02.2020 Von Edda Hagebölling

Gut für Körper und Geist

Spazieren gehen in der Gruppe: Niedersächsischer Turnerbund stellte in der AOK Projekt „3.000 Schritte“ vor

Ältere Menschen zusammenbringen und sie dazu motivieren, gemeinsam an der frischen Luft spazieren zu gehen. Diese Idee steckt hinter dem Projekt „3.000 Schritte“, das der Niedersächsische Turnerbund (NTB) auf Einladung von der Turnkreis-Fachwartin Gesundheitssport, Astrid Hagen, jetzt in der AOK in Nienburg vorstellte.

Die Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Vereine Senioreneinrichtungen und Kommunen wollten von NTB-Mitarbeiterin Tina Pfitzner Näheres erfahren über das Projekt, das kurz vor Weihnachten sogra mit dem Niedersächsischen Gesundheitspreis ausgezeichnet wurde.

Die Durchführung ist denkbar einfach. Der Sportverein vor Ort sucht sich einen Kooperationspartner – Senioreneinrichtung, DRK-Ortsverein, Seniorenkreis einer Kirchengemeinde –, überlegt sich eine abwechslungsreiche Route und gibt bekannt, wann und wo es losgeht.

Begleitet wird die zehn bis maximal zwölf Personen starke Gruppe von einer Übungsleiterin beziehungsweise einem Übungsleiter oder einer anderen Person, die zuvor die 15-stündige Ausbildung zum Bewegungsbegleiter absolviert hat.

Die Seniorinnen und Senioren sollen nicht in Watte gepackt werden, sie könnten aber beim Spazierengehen in der Gruppe so ganz nebenbei Elemente der Sturzprophylaxe trainieren und somit möglicherweise verhindern, zuhause über die Teppichkante oder die Türschwelle zu stolpern, so Tina Pfitzner.

Die Projektkoordinatorin weiß aus Erfahrung, dass die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sowohl dem Körper als auch der Seele gut tut. Die Haltung wird aufrechter, die Kondition nimmt zu und noch dazu sorgen die Begegnungen am Wegesrand, kleine Denkspiele und auch die Unterhaltung selbst dafür, dass es dem Geist gut geht.

An ihre Anfänge in Braunschweig erinnert sich Tina Pfitzner noch gut. Weil ihre Seniorinnen und Senioren zunächst davon überzeugt waren, dass entlang der Route ein, zwei Bänke fehlten, hatte sich die Bewegungsbegleiterin dafür stark gemacht, dass in dem Bereich weitere Sitzgelegenheiten aufgestellt wurden. Gebraucht wurden sie jedoch zumindest von ihren Leuten dann noch nicht mehr. Die Kondition hatte sich in dieser Zeit so verbessert, dass Pausen gar nicht mehr nötig waren.

Was aber nach Auskunft der Projektkoordinatorin nach wie vor gilt: Nehmen Sie Rücksicht auf „Rote Rosen“, organisieren Sie Blechkuchen und bedenken Sie, dass ältere Menschen häufiger zur Toilette müssen.

Silke Krumdieck, Geschäftsbereichsleiterin Gesundheitsmanagement Prävention bei der AOK Nienburg, betonte, dass das Konzept der „3.000 Schritte“ wunderbar in die Philosophie der AOK passe.

Astrid Hagen würde sich freuen, den Startschuss für das erste Kreis-Nienburger Projekt spätestens beim Spargellauf am 6. Juni geben zu können. Tina Pfitzner steht allen Interessierten auch nach ihrem Besuch in Nienburg unter anderem unter der E-Mailadresse info@3000-Schritte.de gerne zur Verfügung.

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Erstellt:
15. Februar 2020, 19:05 Uhr
Lesedauer:
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Marianne Müller 16.02.202015:32 Uhr

sehr gute Anregung für ältere Menschen, denn wir werden alle älter


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