Edda Hagebölling DIE HARKE

Edda Hagebölling DIE HARKE

Nienburg 26.05.2019 Von Edda Hagebölling

Gut gelaunte Zimmerleute

Es ist Leben gekommen in unsere Straße. Dort, wo das letzte selbst errichtete Haus vor rund 25 Jahren bezogen wurde, die Nachbarn gemeinsam und in Ehren ergrauen, die Kinder längst das Nest verlassen haben und gerade wieder ein Nachbar kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand steht, wird noch einmal gebaut. Ein Paar aus unseren Reihen – reiselustig und kniegeplagt – hatte beschlossen, seinen Garten zu halbieren und die freie Fläche als Bauplatz zu verkaufen.

Und nachdem lange Zeit nur ein Dixie-Häuschen darauf hindeutete, dass es irgendwann losgehen könnte, wurde es dann doch ernst. Fahrer mit Baumaterial, die Last hatten, mit ihrem Fahrzeug wieder aus unserer Sackgasse herauszukommen und an Anfang der Woche dann auch noch der riesige Schlamann-Kran für den Dachstuhl. Für uns Alteingesessene völlig ungewohnte Geräusche. Wer zudem nach dem Frühstück durch den Garten streifte, um nach den Blumen zu sehen, stieß – quasi noch vor dem Wachwerden – auf gut gelaunte Zimmerleute. ffn ist offenbar ihr Lieblingssender ;-)

Am Freitag war Richtfest. Wir freuen uns auf die Familie, die ihre Brücken in Nienburg abreißt und sich bei uns am Wendeplatz ein neues Zuhause schaffen will.

Und natürlich auch über Baby Ole. Okay, das frisch geschlüpfte Osterküken ist im Moment noch zu klein, um in unserer Nachbarschaft für frischen Wind und ungewohnte Geräusche zu sorgen. Das wird sich jedoch spätestens dann ändern, wenn er mit seinem Bobbycar durch die Straße düst. Auch darauf freuen wir uns schon sehr.

Und natürlich wird auch das Ergebnis der Europawahl ein Grund zur Freude sein. Ich gehe fest davon aus, dass die aufgeschlossenen Pro-Europäer die Mehrheit erlangen. Am Freitag hatte sogar der Landessportbund dazu aufgerufen, sich an der EU-Wahl zu beteiligen. LSB-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach und LSB-Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe betonten in ihrem Schreiben an die Vereine: „Der LSB ist ein wichtiger Teil der europäischen Zivilgesellschaft, weil sich die Sportorganisation für ein soziales und weltoffenes Europa einsetzt. Durch unser Handeln leisten wir einen Beitrag zu Völkerverständigung und zum friedvollen Zusammenleben der Menschen.“

Auf den Punkt bringt es auch Nienburgs Superintendent Martin Lechler. Die HamS hatte ihn gebeten, einmal zu schildern, wie er zur Europawahl steht. Seine Gedanken lesen Sie auf dieser Seite unter der Überschrift „In Würde und Achtung leben“.

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Erstellt:
26. Mai 2019, 14:14 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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