Gut so: keine Kürbisse

Gut so: keine Kürbisse

Sebastian Stüben DH

Also, nachdem ich die Nachricht über den verstorbenen Rentner gelesen habe, dem eine giftige Zucchini zum Verhängnis geworden war, bin ich fast froh, dass rund um den Komposthaufen in unserem Garten in diesem Jahr keine Kürbisse gewachsen sind. Denn auch Kürbisse können durch Rückmutationen die bitteren Giftstoffe entwickeln, die in der Todes-Zucchini zu finden waren.

Und zwar solche Kürbisse, die aus Samen gezogen wurden, die nicht aus dem Handel kommen. Denn im Handel ist der Giftstoff Cucurbitacin aus den Samen herausgezüchtet worden. Benutzt ein Hobby-Gärtner jetzt aber Samen aus selber angebauten Kürbissen für die Aussaat im kommenden Jahr, ist keine Sicherheit mehr gegeben, dass nicht ein Samenkorn dabei ist, bei dem später die Pflanze wieder den Giftstoff entwickelt.

Noch im vergangenen Sommer hatten wir im Garten eine mehrere Meter große Kürbispflanze am Komposthaufen, die sich offenbar selbst ausgesät hatte. Wir haben einen Großteil der Kürbisse selbst gegessen. Sie haben gut geschmeckt. Einige Früchte haben wir aber auch verschenkt. Stellen Sie sich einmal vor, eine der verschenkten Kürbisse wäre giftig gewesen... Am Ende hätten wir noch mit einer Anklage rechnen müssen.

Auch im Fall des Zucchini-Toten aus Heidenheim ermittelt ja die Staatsanwaltschaft.