20.10.2013

„Gute Ärzte zu finden ist schwierig“

Nienburgs CDU-Kreistagsfraktion besuchte die Mittelweser Kliniken

Nienburg. Am Donnerstagabend besuchte die CDU-Fraktion im Kreistag Nienburg auf Anregung von Dr. Ralf Weghöft (Nienburg) das Krankenhaus Nienburg der Mittelweser Kliniken GmbH. Absicht und Zielsetzung des Besuches war, einen Einblick in die Struktur und das medizinische Versorgungsangebot des Hauses zu gewinnen sowie in einer Gesprächsrunde mit Geschäftsführer Ronald Gudath Probleme zu diskutieren, die auch Eingang in die Zeitungen gefunden hatten. Ein Rundgang durch die einzelnen Abteilungen vermittelte den CDU-Kreispolitikern ein modernes und leistungsstarkes Krankenhaus „der kurzen Wege“ und die Verfahrensabläufe von der Aufnahme von Patienten bis zu deren Entlassung. Dazu äußerte sich Gudath ausführlich in der Gesprächsrunde.

„In der Aufnahme wird nach Schwere des Krankheitsfalls gehandelt und verfahren“, berichtete der Geschäftsführer. Dass es dabei hinsichtlich der Wartezeiten für andere Patienten Ärger gibt, ist aus seiner Sicht verständlich. Die Klinik sehe das Problem und arbeite daran. Die einseitige und negative Kritik Einzelner an dem Aufnahmeverfahren hält Gudath dagegen für überzogen. 17 000 stationäre und 27 000 ambulante zufriedene Patienten sprechen nach Überzeugung des Klinikchefs eine andere Sprache.

Das Haus bezeichnete der Geschäftsführer als gesunden Betrieb. „Steigende Fallzahlen schreiben schwarze Zahlen“, so Gudath. Im Krankenhaus sind über 100 Ärzte beschäftigt, davon rund 20 Prozent aus dem Ausland. Für diese veranstalte das Haus Kurse zur Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse. „Qualifizierte gute Ärzte zu gewinnen ist schwierig“, bedauerte Gudath. Häuser in attraktiven Standorten mit breit gefächerten Entwicklungsmöglichkeiten hätten dabei bessere Karten.

Man werbe um den Nachwuchs durch Stipendienvergaben mit der gleichzeitigen Verpflichtung, später als Arzt in einem Krankenhaus der Gesellschaft tätig zu sein.

Zum Trägerwechsel des Nienburger Krankenhauses ab dem 1. Januar 2014 wollte und konnte sich Gudath nicht äußern. „Es wird sich nicht viel ändern“, prognostizierte er. Die Erweiterung der Klinik mit Investitionen von mehreren Millionen Euro werde fortgesetzt. Da der neue Träger Helios im erweiterten Umfeld keine weiteren Kliniken betreibt, sieht Gudath für das Nienburger Krankenhaus eine ungetrübte Zukunft. DH

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Erstellt:
20. Oktober 2013, 00:00 Uhr
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