Helge Nußbaum DH

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Nienburg 13.08.2017 Von Helge Nußbaum

Guten Tag

Sittenverfall im Fußball

Kaum hat der FC Barcelona die 222 Millionen Euro für den Brasilianer Neymar auf seinem Konto aufblinken sehen, reisen die Katalanen mit dem Geldköfferchen durch Europa und verdrehen den nächsten Spielern den Kopf. Doch Borussia Dortmund im Falle Ousmane Dembélé und der FC Liverpool in Sachen Philippe Coutinho scheinen standhaft zu bleiben. Die Sitten im Profifußball entarten immer mehr. Im sonntäglichen Fußballtalk von Jörg Wontorra meinte Bayern-Präsident Uli Hoeneß, befragt zum Verhalten von Neymar und Dembélé: „Wer sich nicht göttlich verhält, sollte auch nicht vergöttert werden. Die Zuschauer und Fans haben da ein feines Gespür.“

Was im großen Rahmen legitim und rechtlich im Falle Neymar (Ausstiegsklausel) in Ordnung ist, gibt es jedoch auch im kleinen Kosmos. Allerdings: Was rechtens ist, muss moralisch nicht unbedingt gebilligt werden. Auch hier passieren Dinge, die ein gewisses Geschmäckle aufweisen, ähnlich wie die unsittlichen Angebote und Vorgehensweisen aus dem Profitum. Nun ist Drakenburg nicht Barcelona und Nienburg hat keinen Eiffelturm.

Und doch muss sich ein Spieler wie [DATENBANK=5966]Jan Rieckhof[/DATENBANK] fragen lassen, warum er eine Woche vor dem Saisonstart seine schon im Winter gegebene Zusage beim TuS bricht und als Vertragsspieler, wohlgemerkt in der Bezirksliga, in der Mußriede nun laut Statuten mindestens 250 Euro monatlich verdienen muss; es gibt einem zu denken.

Das fußballerische Talent von Rieckhof ist unbestritten, er wird auch für den ASC seine Tore schießen. Doch eine fußballerische Heimat findet man mit diesem Club-Hopping nicht.

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Erstellt:
13. August 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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