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Guten Tag

Nienburg und seine Vitrinen. Eine unendliche Geschichte. Seit 20 Jahren sollen sie schon weg, weil sie nicht mehr zeitgemäß sind. Zumindest gefühlt. Aber sie sind immer noch da. Jetzt hat Bäckermeister Christian Deicke darum gebeten, wenigstens die drei zu demontieren, die genau dort stehen, wo er ein Café mit Außenbestuhlung eröffnen möchte. Verständlich. Vor dem ehemaligen „Weltbild“-Laden stehen sie wirklich besonders nah beieinander. Aber muss es denn wirklich gleich die große Lösung sein, die - mit Verlaub - dann doch wieder ins Leere läuft, oder reicht es nicht, diese drei Vitrinen einfach zu versetzen? Zumal sie allem Anschein nach vermietet und auch ansprechend dekoriert sind. Genau wie all die anderen, die die Lange Straße säumen. Und mal ehrlich: So hässlich sind sie doch nun auch nicht.

Überhaupt finde ich das Bild, das Nienburgs Innenstadt abliefert, zurzeit besonders ansprechend. Dekorative Blumenampeln an den Straßenlampen, liebevoll bestückte Themengärten, nett bepflanzte Buchsbaumbeete, bunte Stühle, die zum Verweilen einladen, und überall Menschen, die Einkäufe erledigen oder sich auf einen Kaffee oder eine Kugel Eis niedergelassen haben.

Okay, im vorderen Bereich der Langen Straße fehlen immer noch die Bäume, die die recht breite Fußgängerzone heimeliger scheinen ließen, und im hinteren Bereich sind die Bäume mittlerweile so groß, dass sie sowohl die Straße als auch die Geschäfte und Wohnungen sehr verdunkeln. Aber das sind doch im Grunde nur Kleinigkeiten, die sich schnell korrigieren ließen.

Schnell korrigieren lassen sich sicher auch noch Ihre Pläne für den heutigen Sonntag, wenn der Wetterbericht recht behalten sollte und kein Draußen-Wetter sein wollte. Für all diejenigen, die für heute eine Veranstaltung unter freiem Himmel organisiert haben (siehe Übersicht auf Seite 4) und sich auf ganz viele Gäste freuen, tät‘s einem natürlich leid.

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Erstellt:
20. August 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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