Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Seit drei Jahren leitet Eva Schmitz die Beratungsstelle für Frauen und Mädchen im AWO-Haus unweit des Nienburger Bahnhofs. Zu ihr kommen Frauen, die seelisch, körperlich oder sexuell misshandelt wurden. Von Männern in ihrem häuslichen Umfeld. Ehemänner, Brüder, Söhne. Eva Schmitz sieht ihre Hauptaufgabe darin, diese Frauen wieder zu stabilisieren, ihnen ihr Selbstwertgefühl zurückzugeben und, wenn gewünscht, aufzuzeigen, wie es weitergehen kann. Die Mehrheit der Frauen ist entweder Anfang 20 oder zwischen 40 und 50 Jahre alt. Nach außen hin führen sie ein ganz normales Leben. Vorbereitet ist Eva Schmitz mittlerweile aber auch auf schwer traumatisierte Flüchtlingsfrauen aus dem Nahen Osten. Viel von ihnen haben auf der Flucht nahezu Unbeschreibliches erlebt. In etwa vergleichbar mit den Frauen, die Ende des Zweiten Weltkrieges in den Kreis Nienburg gekommen sind. Von ihnen haben die wenigsten jemals darüber gesprochen, was ihnen auf ihrer Flucht angetan wurde.

Florian Szparaga und Erik Finke halten mit ihrer Verärgerung über das, was ihnen widerfahren ist, nicht hinter dem Berge. Mit hohem finanziellem und zeitlichem Aufwand hatten die beiden Garten- und Landschaftsbauer Mitte Juni Urlaubsfeeling in die Innenstadt gezaubert und auf dem Ernst-Thoms-Platz rund um den Springbrunnen ein sogenanntes Themenbeet angelegt. In der Nacht von Montag auf Dienstag haben sich bisher Unbekannte an diesem Beet ausgelassen, Pflanzen und Pflastersteine herausgerissen und diese ins Wasser geschmissen. Daran, dass sie jeden Tag kiloweise Kieselsteine aus dem Wasserbecken fegen müssen, haben sie sich die beiden Unternehmer längst gewöhnt, doch über dieses Ausmaß an Zerstörung sind sie doch ziemlich verärgert. Und ihre Geduld ist nicht unendlich.

Sehr viel Geduld aufbringen müssen in jedem Fall diejenigen, die nach den Ferien im Bereich Berliner Ring/Im Meerbachbogen unterwegs sind. Am 4. August geht nicht nur der Trubel an der BBS wieder los, pünktlich zum ersten Schultag nimmt auch die neue – hinter der BBS gelegene – IGS ihren Betrieb auf. Rund 550 Fünft-, Sechst-, Siebt - und Achtklässler werden ihre neuen Klassenräume beziehen. Für die VLN, die schätzungsweise die Hälfte von ihnen wohlbehalten per Bus hin- und herbefördern muss, schon eine kleine Herausforderung. Zumal die Bauarbeiten für den neuen ZOB gerade erst begonnen haben. So gut wie alle Linien werden ab dem 4. August mehrmals am Tag das Meerbachbogen-Carré ansteuern, um die IGS-Kinder, gerne aber auch die BBS-Schüler und auch die, die im sogenannten Dienstleistungspark Meerbachbogen zu tun haben, sicher von A nach B zu befördern. Drücken wir die Daumen, dass das Verkehrschaos rund um das Nadelöhr Berliner Ring / Im Meerbachbogen nicht zu groß wird.

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Erstellt:
16. Juli 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

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