Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

Wie das aussehen kann, wenn alle an einem Strang ziehen, wird am kommenden Wochenende in Nienburg deutlich.

Schon seit Wochen weisen Transparente über den Straßen darauf hin, dass am 21. Mai der mittlerweile 13. Nienburger Spargellauf stattfindet. Eine absolute Erfolgsveranstaltung, wie jeder bescheinigt, der schon einmal dabei war oder wenigstens als Fan die Straßen der Innenstadt gesäumt hat.

Am Sonntag nach dem Spargellauf schließt sich das Spargelfest an. Der Garten des Quaet-Faslem-Hauses bildet schon seit Jahren den würdigen Rahmen für eine Veranstaltung, die auch Produktköniginnen aus dem gesamten norddeutschen Raum nach Nienburg führt. Sie wollen natürlich dabei sein, wenn die amtierende Spargelkönigin Ilona Schulze ihre Insignien an ihre Nachfolgerin Kim-Vanessa Ohlmeyer überreicht.

Am Spargelwochenende erstmals mit im Boot ist der Nienburg-Service. Er lädt parallel zum Spargelfest zu einem Verkaufsoffenen Sonntag ein. Natürlich hat man auch in Nienburgs Kaufmannschaft längst erkannt, dass der Nienburger Spargel schon seit vielen Jahren nicht unwesentlich zur überregionalen Bekanntheit der Stadt beiträgt.

Alles in allem ein Veranstaltungsmix, der zum einen die Menschen aus Stadt und Kreis interessieren dürfte, zum anderen aber auch eine Kombination, die sich auch überregional prima vermarkten lässt.

Gut, dass die Eisheiligen bis dahin überstanden sind. Allerdings: dass sich die Herrschaften Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie ausgerechnet das Pfingstwochenende ausgesucht haben, ist nicht nett. Vermutlich muss bei allen, die für heute und morgen Veranstaltungen unter freiem HImmel geplant haben oder mit dem Fahrrad rumradeln wollen, Plan B in Kraft treten.

Keine Angst vor den Eisheiligen hat dagegen Spargel-Chef Fritz Bormann. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Nienburger Spargel ist froh, dass die Spargelernte 2016 endlich in Gang gekommen ist und gerade zu Pfingsten alle Kundenwünsche erfüllt werden können. Dass die Kalte Sophie & Co jetzt noch wieder zu einem spürbaren Rückgang der Erträge führen wird, glaubt er nicht. Wichtig sei für das Wachstum des Eelgemüses, dass sich die Spargeldämme erwärmen konnten, so Bormann gegenüber der Harke am Sonntag (siehe nebenstehenden Bericht).

Über das Timing die Eisheiligen so richtig ärgern könnten sich dagegen all diejenigen, die an diesem Wochenende ihre Freibäder eröffnen wollen. Aber vielleicht sind aber auch sie längst zu der Erkenntnis gekommen: Gut, dass immer noch die Natur bestimmt, wo‘s langgeht.

Die Harke am Sonntag wünscht allen Leserinnen und Lesern ein frohes Pfingstfest. Vielleicht sieht man sich ja bei einem der Pfingstgottesdienste oder einem der Mühlenfeste im Rahmen des Deutschen Mühlentages.

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Erstellt:
14. Mai 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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