Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

von Edda Hagebölling

Laut Wikipedia gehört er mittlerweile zu den erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren. 1968 in Liebenau geboren, lebt er seit kurzem mit seiner Familie in Hoyerhagen. Am Donnerstagabend war der Promi mit den Kreis-Nienburger Wurzeln im Kino in Hoya zu erleben. Im vollbesetzten Kino 1 las Andreas Winkelmann aus seinem neuesten Thriller. Kill Game. Kill Zone wäre ihm lieber gewesen. Aber dagegen hatte Sony etwas einzuwenden, so der Schriftsteller mit dem herrlich trockenen Humor. Das zu mindestens 95 Prozent weibliche Publikum erfuhr, dass es sich bei Kill Game um den mittlerweile zehnten Thriller handelt. Pro Jahr schreibt Andreas Winkelmann einen. Weil ihm aber seine Frau das Müllrausbringen abnimmt, hat er noch Kapazitäten frei. Unter einem Pseudonym wird er darum künftig noch einen zweiten Roman pro Jahr schreiben. Das Drehbuch zu dem Film Seven Devils ist ebenfalls bereits fertig. Ein bekannter Filmemacher war auf ihn zugekommen. Per Crowdfunding wird jetzt das für die Dreharbeiten benötigte Geld zusammengetragen. Worum es in dem Streifen mit dem bekannten Schauspieler Patrick Bach geht, war bereits dem Trailer zu entnehmen, der zum Abschluss eines kurzweiligen Abends in Hoya zu sehen war: Ein Biker-Club hat es sich zur Aufgabe gemacht, Missbrauchsopfer in ihr Leben zurückzubegleiten und ihnen ihr Selbstbewusstsein zurückzugeben. Bis eines von ihnen einem Serienmörder zum Opfer fällt. Andreas Winkelmann würde sich freuen, wenn der Film später auch in Hoya gezeigt würde. Zur Vorstellung seines elften Thrillers würde er ebenfalls gerne wiederkommen. Erst recht, wenn dafür ein Film mit Till Schweiger aus dem Programm fliegen würde.

Ein sehr sympathischer Gedanke.

Das Kontrastprogramm fand ebenfalls am Donnerstag in Nienburg statt. In der Martinskirche wurde eine Anne-Frank-Ausstellung eröffnet.

Wer kennt nicht die Geschichte von dem Mädchen, das sich vor den Nazis verstecken muss, am Ende aber doch entdeckt und in Bergen Belsen ermordet wird.

Mit Verwunderung lese ich, dass das Büchlein über Anne Frank in der Schule nicht mehr zur Pflichtlektüre gehört. Auch soll es vorkommen, dass junge Menschen nach 12, 13 Jahren die Schule verlassen, ohne mit der Klasse auch nur einmal in Bergen Belsen gewesen zu sein.

Andererseits: Bergen Belsen ist von Nienburg in etwa genauso weit entfernt wie Hannover oder Bremen. Warum also nicht einfach mal selbst hinfahren.

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Erstellt:
9. April 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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