Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

von Edda Hagebölling

Nienburg soll künftig zwei Weihnachtsmärkte haben. Den der Schausteller am Ernst-Thoms-Platz und den der Stadt und des Nienburg-Service - mit Eisbahn und Winterwald - rund um St. Martin. Dafür hat sich jetzt der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung ausgesprochen. ⁄

Wie schön.

Okay, Bürgermeister Henning Onkes hätte gerne einen gemeinsamen Markt gehabt. Im Herzen der Altstadt. Einerseits nachvollziehbar. Aber wohin mit den Schaustellern? In diesem Punkt ist nach wie vor guter Rat teuer. Die Schausteller haben immer versichert, dass auch ihnen daran gelegen ist, die Attraktivität Nienburgs auch in der Vorweihnachtszeit zu erhöhen. Sie wären eventuell auch bereit gewesen, umzuziehen, wenn es einen adäquaten Platz gegeben hätte. Aber der ist nicht in Sicht. Parallel haben Schausteller Vorsitzender Andreas Fick und seine Mitstreiter stetig daran gearbeitet, ihren Markt am angestammten Platz noch einladender zu gestalten. Mit Erfolg. Immer mehr Stadt- und Kreis-Nienburg kehrten - auch ohne Kinder, die Karussell fahren wollten - auf einen Glühwein am Stahnwall ein. Um festzustellen: auf dem mit Hackschnitzeln bedeckten und mit Tannen dekorierten Platz am Eingang zur Innenstadt lässt sich‘s auch gut klönen. Verstärkt wurde dieser positive Eindruck noch durch die Weihnachtslieder, die im Hintergrund zu hören waren.

Henning Onkes sollte das Votum der Politik aber auf keinen Fall als Niederlage werten. Immerhin war er es, der dem unsäglichen Blabla über Nienburg und seinen Weihnachtsmarkt ein Ende bereitet und gehandelt hat. Sicherlich erinnern auch Sie sich noch gut an die netten Begegnungen, die sie an den vier Adventswochenenden in der Innenstadt hatten. Natürlich lässt sich noch einiges optimieren. Aber den Erfolg des 1. Adventszaubers mit Eisbahn können sich Henning Onkes und sein Arbeitskreis auf jeden Fall auf die Fahnen schreiben.

Als Erfolg zu werten ist auch die Themenwoche Flucht und Migration, die jetzt in der Nienburger Volkshochschule zu Ende ging. Die HamS war am Donnerstag dabei. Junge Flüchtlinge berichteten, wie es ihnen in Nienburg geht. Und warum sie ihre Heimat verlassen haben. Sie arbeiteten als Lehrerin, Journalist, Bauingenieur, Landwirt oder in der Verwaltung und hatten ein gutes Leben. Bis in ihrem Land der Krieg ausbrach. Oder sie ins Visier der Regierenden gerieten. Ihre große Sorge ist jetzt: Kann ich den Anforderungen des Landes, das mich aufgenommen hat, gerecht werden?

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Erstellt:
27. Februar 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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