Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

von Edda Hagebölling

Sogar bei Facebook werden sie gelobt, die 90 bunten Stühle in der Innenstadt. Der Nienburg-Service hat vorgemacht, wie einfach es sein kann, die Qualität Nienburgs als Einkaufsstadt zu steigern. Und wie günstig. Knapp 40 Euro hat ein Stuhl gekostet. Wer gut im Kopfrechnen ist, kommt flugs auf eine Gesamtsumme von 3 600 Euro. Gut investiertes Geld. Das sehen zum einen die Damen vom „Arbeitskreis für ein altengerechtes Nienburg“ so. Sie nutzen die Stühle zum Verschnaufen, zum Klönen und „zum Leute gucken“. Hinzu kommen die Herren der Schöpfung. Sie saßen auch gestern ergeben – oder erleichtert – vor den Geschäften, um auf ihre besseren Hälften zu warten. Die wiederum konnten ganz in Ruhe in den Geschäften stöbern, ohne jemanden neben sich zu haben, der immerzu auf die Uhr schaut.

Eine WIN-WIN-Situation wie sie im Buche steht.

„Wenn die Stadt oder die Geschäftsleute es jetzt auch noch schafften, in der Innenstadt Schaukeltiere oder ähnliches für die lieben Kleinen aufzustellen“, regten die Damen vom Arbeitskreis beim Treffen mit der HamS an. Sie betonen immer wieder, dass es ihnen überhaupt nicht darum geht, Nienburg kaputtzureden. Vielmehr identifizieren sie sich über alle Maßen mit ihrer Kleinstadt, sind in ihren Straßen groß geworden, möchten aber Denkanstöße geben, für deren Umsetzung man das Rad überhaupt nicht neu erfunden muss. Ähnlich geht es auch Gitta Eggers. Sie hat ein Foto aus Deggendorf mitgebracht. Einer Stadt in Bayern, ungefähr so groß wie Nienburg. Dort war sie auf einen von Blumenkübeln und Stühlen umgebenen Springbrunnen gestoßen (Seite 10). „Ließe sich so etwas nicht auch am Ernst-Thoms-Platz realisieren?“ schreibt sie in ihrer Mail an die HamS.

Wieder andere haben vor ein, zwei Wochen eine Stadtführung durch das benachbarte, rund 27 000 Einwohner zählende Verden unternommen und dort unter anderem „die nette Toilette“ kennengelernt. Die Stadt zahlt den Geschäftsleuten eine kleine Entschädigung dafür, dass sie ihre sanitären Anlagen der Öffentlichkeit unentgeltlich – und halbwegs gepflegt – zur Verfügung stellen.

Mit gutem Beispiel vorangehen will in Kürze die Bürgerstiftung. Sie lässt am Weserwall in Höhe der „Alten Germania“ einen Rosengarten anlegen. Bürgerinnen und Bürger Nienburgs können beispielsweise zur Geburt ihres Kindes oder anlässlich ihrer Hochzeit einen mit ihrem Namen versehenen Rosenstock pflanzen und professionell pflegen lassen.

Auch eine schöne Idee.

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Erstellt:
9. August 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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