Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

„Ist dein Rasenmäher kaputt?“ Es geht doch nichts über echte Freunde, gell? Okay, das Doppelkopf-Kränzchen konnte sich am Dienstag tatsächlich nur mit Mühe den Weg zur Terrasse bahnen. Das Gras war wirklich etwas lang geworden. Aber wann soll man denn zurzeit auch Rasen mähen? Morgens um 7, wenn die Nachbarn noch schlafen? Oder abends um 7, wenn sie gerade grillen?

Der Sommer ist ohne Vorwarnung über uns hereingebrochen. 31 Grad waren‘s am Donnerstagnachmittag im Büro. Die grauen Zellen schienen zu diesem Zeitpunkt bereits zu einer trägen Masse verschmolzen zu sein. Die beiden Flaschen Mineralwasser waren längst leer. Und irgendwie konnte man ohnehin nur noch an frische Erdbeeren mit Quark denken...

Allerdings: auch die Erdbeeren lieben die Hitze überhaupt nicht. Genau wie alles andere, was auf den Feldern und in den Gärten wachsen und gedeihen soll. Die Gewitter, die seit Freitagmorgen über den Landkreis hinwegziehen, werden von Landwirten und Hobbygärtnern mit großer Erleichterung in Kauf genommen. Selbst dann, wenn man vergessen hatte, das sperrangelweit geöffnete Velux-Fenster im Arbeitszimmer zu schließen...

Gar nicht erst öffnen lassen sich dagegen die Fenster in den modernen Neubauten. Und den Hightech-Zügen. Bei der Bahn sind bereits die ersten Klimaanlagen ausgefallen. Irgendwie erstaunt hat die Nachricht, die bereits am Freitagmorgen im Radio zu hören war, niemanden. Bekanntlich hat die Bahn ja insgesamt vier Probleme: den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Wie schön, dass just an diesem Wochenende der jährliche Köln-Trip ansteht.

Noch etwas gedulden müssen sich dagegen die Reisenden mit den schulpflichtigen Kindern. Während die Abiturienten bereits seit ein paar Tagen aufatmen können, steckt die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler noch mittendrin in den Klausuren. Wie immer vor den Ferien.

Der vom Landkreis für die Harke am Sonntag zusammengestellten Tabelle ist auf einen Blick zu entnehmen, wie es um die Schullandschaft in Stadt und Kreis bestellt ist. Und um die Schulen. Ganze 13 Anmeldungen hat die Leintorschule inNienburg zu verzeichnen. 15 Kinder wollen gleich im ersten Jahr an die private Realschule. Unangefochten vorn liegen die vier Gymnasien. 125 Mädchen und Jungen haben die IGS angewählt. Für sie werden vier Mobilbauklassen angemietet nebst separater Sanitäreinheit. Für ein Jahr. Veranschlagte Kosten: 90 000 Euro.

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Erstellt:
5. Juli 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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