Edda Hagebölling DH

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Guten Tag!

von Edda Hagebölling Der Wolf ist zurück. Seit diese Nachricht vor rund fünf, sechs Wochen die Runde machte, vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über das Tier, das in Deutschland nahezu ausgerottet war, gesprochen wird. Im Bekanntenkreis, am Arbeitsplatz, in öffentlichen Veranstaltungen. Kein Wunder. Sind wir nicht alle mit den Märchen vom „bösen Wolf“ groß geworden? Der Nabu hat mittlerweile den Aufkleber „Rotkäppchen lügt“ herausgebracht. Das Argument der Naturschützer: Die Drohung mit dem Wolf galt vielen Eltern als probates Erziehungsmittel. „Wenn du nicht brav bist, kommt der böse Wolf und frisst dich.“ Fast ein bisschen, wie heute in den Wochen vor Weihnachten...

„Wolfsromantik bringt uns nicht weiter, Wolfshass aber auch nicht“, appellierte Nabu-Wolfsbotschafter Peter Griemberg am Donnerstagabend im Gasthaus Beermann in Wendenborstel. Rund 100 Interessierte waren der Einladung des Natur- und Vogelschutzvereins Alpeniederung Rodewald gefolgt. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Die einen, weil sie Näheres erfahren wollten über ein Tier, das wie kaum ein zweites mit einem Mythos behaftet ist, die anderen, weil sie sich sorgen. Um ihre Tiere im Stall, um die Schafe und Pferde auf der Weide.

Zu denen, die – auch öffentlich – nicht ausschließen möchten, dass der Wolf in bestimmten Situationen wieder bejagt werden muss, zählt Frank Faß, Chef des Wolfcenters in Barme. Seit der Nachricht von der Rückkehr des Wolfes ist er erst Recht nahezu täglich unterwegs, um Vorträge zu halten oder Interviews zu geben. Die HamS ist für Anfang Mai mit ihm verabredet. Bereits in der kommenden Ausgabe beginnt aber eine kleine Serie, in der wir Ihnen die Gedanken der Fachleute aus dem Wolfcenter vorstellen möchten.

Aufmerksam machen möchte ich aber heute schon auf eine Veranstaltung, die am Donnerstag in Nienburgs FUNDUS stattfindet. Unter dem Motto „10 Jahre Hartz IV“ wird darüber berichtet, dass Arbeitslose in keinem anderen westeuropäischen so sehr von Armut bedroht sind, wie in unserem reichen Deutschland.

Und noch ein kleiner Tipp für diejenigen, die heute noch nichts vorhaben und gerne ein paar kurzweilige Stunden verbringen möchten: Im Schützenhaus in Anderten spielt der Theaterguppe des Trafovereins ab 14 Uhr das plattdeutsche Stück Arthur in annere Ümstänne“.

Natürlich bei Kaffee und Kuchen.

Zu köstlich. Und damit ist beileibe nicht nur der Kuchen gemeint...

Allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sonntag.

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Erstellt:
12. April 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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