Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag!

„Draußen auf der Terrasse sterben die Katzen. Und die Besitzer sehen ihnen vom Sofa aus dabei zu.“ Der Bericht von Christiane Prütz von der Amigo-Katzenhilfe auf Seite 7 ist leider traurige Realität.

Auch im Landkreis Nienburg gibt es immer mehr Tier-Messies. Menschen mit psychischen Problemen, denen Haustiere Halt geben, die aber völlig damit überfordert sind, diese dann auch vernünftig zu versorgen. Christiane Prütz und ihre Mitstreiter werden nicht müde, auf das Schicksal dieser Tiere aufmerksam zu machen. Und ihnen zu helfen. Die Vierbeiner werden eingefangen, geimpft, entwurmt und mühselig – und zeit- und kostenintensiv – wieder aufgepäppelt. Und – im Idealfall – kastriert in ein neues Zuhause vermittelt.

Im Fall der Tier-Messies allerdings nicht selten ein Kampf gegen Windmühlenflügel. In dem Bericht schildert die Amigo-Vorsitzende nämlich auch, wie wichtig ist, auch den Tierhaltern zu helfen. „Wir suchen zwar in der Regel das Gespräch mit den Menschen, die 10, 15 Katzen halten. Diese dann aber auch noch zu betreuen, würde endgültig über unsere Kräfte gehen“, so Prütz. Sie bittet vielmehr darum auch auf diesem Wege Angehörige oder Nachbarn herzlich darum, dafür Sorge zu tragen, dass Tier-Messies mit ihren Problemen nicht allein gelassen werden.

Entsetzen auch bei Fiddi Meiners in Schessinghausen. Allerdings aus einem völlig anderen Grund. Entlang der Ortsdurchfahrt hatte die Straßenmeisterei all die Sträucher stutzen lassen, die er und seine Nachbarn vor rund 20 Jahren gepflanzt hatten. Maschinell. Und entsprechend radikal. „Die Zeiten, in denen diese Arbeiten noch schonend und von Menschenhand erledigt werden konnten, sind vorbei“, so Uwe Könemann, Chef der Straßenmeisterei in Lemke.

Maschine statt Mensch. Wegen der Kosten. Nicht nur in diesem Fall eine unsägliche Entwicklung.

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Erstellt:
15. März 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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