Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

von Edda Hagebölling Nienburg ist nur auf den ersten Blick noch schön. Zu diesem Ergebnis kommt, wer - im wahrsten Sinne des Wortes - auch einmal hinter die (Fachwerk-) Fassade blickt. Und auch nicht sehr wohlhabend. 16 Prozent aller Nienburger sind Hartz IV-Empfänger. Auch das spürt, wer sich einmal etwas länger in der Innenstadt aufhält. Wobei das mit dem Aufhalten ja gar nicht so einfach ist. Kaum noch Bänke. Die Bäume, die der Langen Straße ein bisschen Atmosphäre verschaffen könnten, werden wohl auch nicht zurückkommen. Die Buchsbaum-Beete, die der Bauhof kurzentschlossen dort angelegt hat, wo früher die Bäume standen, sind natürlich nett. Dazu, die lange Straße gleich auf den ersten Blick einladender zu machen, sind sie jedoch nicht geeignet. Gleiches gilt für die Themengärten. Auch sie sind natürlich schön anzusehen, der Weisheit letzter Schluss sind jedoch auch sie nicht. „In Nienburg ist alles so schwierig“, entfährt es Nienburg Service-Vorstand Jörg Kolossa. Auch ihm geht es mit der seit Jahren diskutierten Innenstadtgestaltung viel zu langsam voran.

Wo ein politischer Wille ist, ist auch Geld. Diese Beobachtung haben sicherlich auch Sie schon längst gemacht. Andererseits könnte ein Sonderkonto „Nienburger für Nienburg“ auch ein Weg sein, Geld für die Verschönerung der Innenstadt einzuspielen.

Die Leerstände in der Innenstadt hält man im Nienburg Service dagegen für nicht allzu dramatisch. „In Minden stehen Karstadt und Wehmeyer leer. Das macht einen viel verheerenderen Eindruck“, gibt Jörg Kolossa im Treffen mit der Harke am Sonntag zu bedenken.

Unerlässlich ist aus Sicht der Kaufmannschaft aber unerlässlich, dass die Empfehlung, die Leinstraße wieder für den Verkehr zu öffnen, zügig umgesetzt wird.

Die Verwaltung des Landkreises plagen dagegen ganz andere Sorgen. Dort ist man auf der Suche nach Klassenräumen für den neuen IGS-Jahrgang. Die Friedrich-Fröbel Schule im Ahornbusch – vorübergehende Heimat für die beiden ersten Jahrgänge – ist voll. Die neue IGS ist aber erst im nächsten Sommer fertig. Erste Wahl wäre die ehemalige OS am Nordertorstriftweg. Diese wird allerdings schon seit vielen, vielen Jahren von den beiden, ebenfalls aus allen Nähten platzenden, Nienburger Gymnasien als Außenstelle genutzt. Die Alternative wären Mobilbauklassen. Aber für die ist im Ahornbusch kaum Platz.

Allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sonntag. Vielleicht sieht man sich ja beim Karnevalsumzug in Stolzenau.

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Erstellt:
15. Februar 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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