Edda Hagebölling DH

Edda Hagebölling DH

Guten Tag

von Edda Hagebölling Der Spott der lieben Kollegen war mir gewiss. In Kroatien warst du? Wie schön! Mit dem Bus? Zwei Tage hin und zwei Tage zurück? Du Ärmste! Das haben wir zuletzt gemacht, als wir noch zur Schule gingen und kaum Geld hatten. Mit Rainbow-Tours. Allgemeines Geflachse. Wenn die wüssten...

Es gibt kaum etwas Bequemeres, als einfach in einen komfortablen Reisebus einzusteigen und sich ab dann um nichts mehr kümmern zu müssen. Okay, über 1 000 Kilometer im Bus waren schon recht hart. Und wären sicherlich auch ziemlich langweilig geworden, wenn.... Ja, wenn nicht Reiseleiter Burkhard gewesen wäre, der seine Reha offenbar damit verbracht hat, all die Witze zusammenzutragen, die er während der Busfahrt zum Besten geben wollte. Ganz zu schweigen von Kappellmeister Volker, der ganz zufällig sein Akkordeon dabei hatte. Und natürlich Mundschenk Rainer, der die Damen vorne rechts nicht nur mit kleinen Sekt-Piccolos immer wieder zum Kichern brachte.

Aber auch das Reiseziel selbst entschädigte für all die Strapazen. Nicht zuletzt dank Miro, dem perfekten Werbeträger für ein modernes, aufstrebendes Land, das längst in Europa angekommen ist. Reich an Weltkulturerbe-Orten auf der einen Seite und einer Infrastruktur auf der anderen, wie sie zeitgemäßer kaum sein konnte. Allerdings mit dem Resultat, dass die Bevölkerung eine Mehrwertsteuer von 25 Prozent zu stemmen hat. Wie oft musste ich im Verlauf der Rundfahrten durch Istrien denken: Und in Deutschland faselt man von einer Maut für Ausländer und bekommt nicht mal den Hauptstadtflughafen fertig.

Doch längst hat uns der Alltag wieder. Die einen verabschieden sich an diesem Wochenende in den Herbsturlaub, die anderen bereiten sich allmählich auf den Winter vor. Die Hobbygärtner, indem sie ihre Bäume und Sträucher stutzen (lassen), die Mitglieder des Fördervereins zur Erhaltung des Holtorfer Freibades, indem sie herzlich dazu aufrufen, am kommenden Sonnabend beim Abbau der Minigolfbahn und beim Laubharken zu helfen. Um 9 Uhr geht‘s los. „Es gibt auch ein leckeres Frühstück“, so Freibad-Chefin Waltraut Heidorn schmunzelnd.

Eine weitere Einladung spricht die Fotogruppe der Nienburger Naturfreunde aus. Zweieinhalb Jahre hat sie den Bau des neuen Ganzjahresbades begleitet. Vom Abriss des alten Frei- und Hallenbades bis zum so gut wie fertigen Ganzjahresbad. Am Freitag um 15 Uhr wird im Rathaus die Ausstellung eröffnet, die den Fortgang der Arbeiten veranschaulicht.

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Erstellt:
26. Oktober 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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