Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

Ein Abend nur für Männer soll am 18. Oktober auf dem Gelände des Holtorfer Freibades stattfinden. Mit Carrera-Bahn, Minigolf und Bratwurst. Ab 18 Uhr. Und vermutlich gegen Zahlung einer kleinen Pauschale. Das will Fördervereins-Chefin Waltraut Heidorn aber noch mit dem Ideengeber, ihrem Sohn Rolf, besprechen. Ansonsten ist die Stimmung zurzeit nicht gerade gut im Verein zur Erhaltung des Holtorfer Freibades. Ohne einen vernünftigen hauptamtlichen Schwimmmeister geht es einfach nicht. Das haben die Ehrenamtlichen spätestens in dieser Saison erkannt. "Wir bieten eine unbefristete, recht gut bezahlte ganze Stelle. Allerdings muss man bei uns nicht nur um den Beckenrand herumlaufen, sondern auch körperlich arbeiten" , so Waltraut Heidorn. Wären die Rettungsschwimmer, die Dauergäste und andere hilfreiche Geister wie der eigentlich längst pensionierte "Bademeister" Manni Meinking nicht eingesprungen, hätte man sogar schließen müssen. "Und wären uns nicht auch so viele Firmen und private Spender so wohlgesonnen, wäre diese Saison auch finanziell ein Debakel geworden", so die Vorsitzende.

Am Leben erhalten wird das Holtorfer Freibad - eines der größten im Kreis - durch die Beiträge der rund 1300 Mitglieder, durch Spenden und durch den Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher, die auf dem weitläufigen Gelände am Dobben zahllose Stunden verbringen. Und durch die 50000 Euro, die die Stadt Nienburg beisteuert. An dieser Stelle kurz einzuwerfen, dass das Ganzjahresbad künftig mit einem jährlichen Zuschuss von 1,3 Millionen Euro unterstützt wird, ist natürlich nicht ganz fair. Zeigt in meinen Augen aber den Stellenwert auf, den man dem Holtorfer Bad in Wirklickeit beimisst.

Natürlich kann man den Nienburgern jetzt nicht mit den Sorgen kommen, die man in Holtorf hat. Dort hat man zurzeit genug mit dem Wesavi zu tun. Wenn es den Nienburgern aber wirklich ernst ist mit dem Erhalt des Holtorfer Freibades - im übrigen dem einzigen dieser Größenordnung, das ausschließlich ehrenamtlich geleitet wird - sind ernsthafte Gespräche zwischen dem Verein und den Verantwortlichen aus Rat und Verwaltung unerlässlich.

Absolut unerlässlich ist aber auch, sich jetzt erst einmal aufs Altstadtfest zu freuen. Donnerstag geht's los. Drücken wir die Daumen, dass das Wetter mitspielt.

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Erstellt:
21. September 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

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