Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

von Edda Hagebölling Für die mehr als 100 Besucher ist gar nicht so recht auszumachen, wer da vorne in der Aula der VHS sitzt und über die Zukunft nicht nur der Schulstandorte im Kreis, sondern auch über die Zukunft der betroffenen Kommunen berät. Was sich aber am Ende des Nachmittags eingeprägt hat: 7:5, 7:5, 7:5. SPD, WG und Grüne gegen die Mitglieder der CDU. Aus dem Publikum heraus plädiert Liebenaus Chef Walter Eisner dafür, sich doch bitte noch einmal seine Stellungnahme durchzulesen. Ebenso Bernd Müller, Chef der noch relativ neuen Samtgemeinde Mittelweser. Schräg hinter ihm Heinz-Jürgen Weber, seit kurzem hauptamtlicher Bürgermeister des Fleckens Steyerberg. Dieser sichtlich ungehalten. Neben Müller: Fietze Koop, Chef der Samtgemeinde Heemsen. Wie Eisner plädiert auch er dafür, die seiner Überzeugung nach äußerst fundierte Stellungnahme wenigstens zur Kenntnis zu nehmen. Und da vorne. Die Mitglieder des Kreisschulausschusses. Und der Verwaltung des Landkreises Nienburg. Unter Ihnen: Dieter Labode und Hans-Jörg Niemeyer, souverän und sachkundig. Umgeben von Landrat Detlev Kohlmeier, wohnhaft in Marklohe. Und Insa Höltke, Schulleiterin in Marklohe. Und Bernd Brieber, wohnhaft in Marklohe. Und Bernd Heckmann, wohnhaft in Marklohe. Und Friedrich Leseberg, wohnhaft in der Samtgemeinde Steimbke. Und Manfred Sanftleben, wohnhaft in Nienburg. Ihnen fällt es natürlich leicht, sich entspannt zurückzulehnen und dafür zu plädieren, Tatsachen endlich einmal zur Kenntnis zu nehmen. Natürlich haben sie allen Grund, den anderen HVBs Kirchturmdenken zu unterstellen. Aber Kunststück: Ihr Kirchturm ist ja auch nicht ins Wanken geraten. Zugegeben: Auf die Frage, welche Schule die CDU denn in den sogenannten Verflechtungsbereichen Marklohe, Liebenau Steyerberg und Landesbergen, Stolzenau, Rehburg-Loccum neben Marklohe und Loccum außerdem noch erhalten möchte, hatte die keine Antwort. Natürlich muss auch sie sich bekennen. Aber nur deswegen eine Entscheidung übers Knie brechen zu wollen, weil man - endlich - die Mehrheit bildet, ist zumindest aus Sicht der betroffenen Schüler mehr als unfair. Warum diese Eile, so der Einwand eines Vaters aus dem Publikum. Da wirkt die Antwort der Mehrheits-Kooperation aus SPD, WG und Grünen, dass man schließlich schon seit Jahren diskutiere, wenig glaubwürdig. Ist nicht die Empfehlung des Arbeitskreises erst vor drei, vier Monaten holterdiepolter bekanntgegeben worden?

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Erstellt:
6. Juli 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

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