Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

von Edda Hagebölling

Jetzt ist es raus. Der Arbeitskreis Schulentwicklung des Landkreises Nienburg hat am Freitag bekannt gegeben, welche Schulen mit Mittelstufe (Jahrgänge 5 bis 10) seiner Meinung nach erhalten und welche geschlossen werden sollten. Bereits gesetzt waren die Standorte Hoya und Uchte, gerettet scheinen auch Marklohe, Steimbke undLloccum. Erwischen könnte es Heemsen, Liebenau, Landesbergen, Steyerberg und Stolzenau. Jedenfalls dann, wenn der Kreistag dieser Empfehlung folgt. Bereits ab dem Schuljahr 2015/2016 sollen an diesen fünf Standorten keine Fünftklässler mehr eingeschult werden. Für die Verantwortlichen vor Ort eine schier unglaubliche Vorstellung. Was der Arbeitskreis aber auch empfiehlt: die Schulbezirke sollen aufgehoben werden. Sollte diese Regelung in Kraft treten, dürfte Nienburg als der große Gewinner dastehen. Die Entscheidung, nach der Grundschule zu der Schule im Nachbardorf oder in der Stadt zu wechseln, dürfte in den allermeisten Fällen pro Nienburg ausfallen. Überhaupt ist die Kreisstadt fein raus. Wie wichtig wäre ein Schulentwicklungsplan für den gesamten Landkreis gewesen, aber auf verbindliche Aussagen aus der Stadt wartete man im Kreis bis zuletzt vergebens. Fast konnte man den Eindruck gewinnen, die Verantwortlichen in Nienburg handelten nach der Devise: lass sich die Oberhäupter in den Kommunen ruhig erst einmal die Köpfe einschlagen, wir warten entspannt ab. Wirklicht äußerst verantwortungsbewusst für eine Stadt, die einmal Regionalstadt werden wollte. Oder immer noch will. Und erst recht für eine Stadt, die schon lange nicht mehr in der Lage ist, ihre eigenen Schulen instand zu halten.

Umso unglaublicher die Vorstellung, dass hinter der BBS ein 20-Millionen-Neubau entstehen soll, während es in der Stadt und im Kreis immer mehr verwaiste Schulen geben wird. Und das nur, weil Stadt und Landkreis sich nicht einigen konnten. Natürlich lassen sich Schulen auch in Gemeinde- oder Seniorenzentrum umwandeln, aber wäre es nicht eine Überlegung wert, den Wahnsinn IGS-Neubau zu stoppen und stattdessen flächendeckend kleine Gesamtschulen anzubieten?

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Erstellt:
16. März 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

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