Edda Hagebölling DH

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Guten Tag

von Edda Hagebölling

Jetzt ist klar, warum der Schulhof des Marion-Dönhoff-Gymnasiums noch immer nicht fertig ist. Weil das Erdreich aussah, wie es eigentlich nicht aussehen durfte, und roch, wie es eigentlich nicht riechen durfte, hatten die Verantwortlichen ein geologisches Gutachten in Auftrag gegeben. Mit einem alarmierenden Ergebnis: Quecksilber! In dem Bereich zwischen Musikschule und Museum muss in der Vergangenheit Industrieschlacke entsorgt worden sein. Vermutlich vor dem Ersten Weltkrieg. Mit Beginn der Industrialisierung. Lange Zeit gängige Praxis. Besonders die älteren Leserinnen und Leser erinnern sich noch gut an die wilden Müllkippen vor ihrer Haustür. Loch geschaufelt, Müll rein, Loch wieder zu. Die Zeche zahlten damals wie heute die anderen. Etwa 300 Kubikmeter Erdreich mussten ausgekoffert, zur Sondermülldeponie nach Sehnde gefahren und dort entsorgt werden. „Wir bewegen uns aber nach wie vor im Haushaltsansatz“, versichert Fachbereichsleiter Michael Brede. 111 000 Euro sind für diesen zweiten Bauabschnitt veranschlagt. Für den kompletten Schulhof sind es 211 000 Euro. Gut investiertes Geld. Über 1 000 junge Leute werden Tag für Tag im MDG unterrichtet. Von dem von Grund auf danierten Schulhof werden aber auch die Besucher der Musikschule und des Museums profitieren. Und nicht zuletzt auch die Stadt selbst. Touristen, die in Nienburg unterwegs sind, werden einen attraktiv gepflasterten Museumsvorplatz mit den bereits georderten zwei stattlichen Mooreichen garantiert in besserer Erinnerung behalten als eine Dauerbaustelle. Darauf, wann alles fertig sein wird, möchten sich die Verantwortlichen nicht festlegen. Eigentlich sollten 30 Arbeitstage reichen. Eigentlich. Der Click auf Wetter.de ist für Michael Brede längst Routine...

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Erstellt:
19. Januar 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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